Mediterranes Flair durch Wischtechnik - Anleitung für trendige WandgestaltungWischtechnik ahmt den Charme alter unverputzter Wände nach. Es lassen sich ausgedehnte Muster an die Wand bringen, die sie lebendiger aussehen lassen und ihr Tiefe und Charakter geben.
Durch Verwendung von unterschiedlichen Materialien, Werkzeugen und Techniken können verschiedene Effekte entstehen. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Dazu brauchst Du:
• Farbe: Effektfarbe für die Wischtechnik gibt es in großer Auswahl im Handel. Wohnraumlasuren empfehlen sich wegen ihrer Transparenz ganz besonders. Du kannst auch normale Abtönfarbe nehmen, sie sollte aber wasserlöslich sein.
• Schwamm: So ziemlich jeder Haushaltsschwamm ist geeignet, er darf nur nicht zu weich sein. Baumärkte halten speziell für diese Arbeit Effektschwämme und Wischhandschuhe bereit. Andere Ergebnisse lassen sich mit Bürsten aller Art erzielen. Es gibt Leute, die haben ihre Wände mit einem Straßenbesen gewischt.
• Lackwanne
• Handschuhe

Die Vorarbeiten
Der Untergrund sollte nach Möglichkeit wenig Flüssigkeit aufsaugen. Eine gut haftende Tapete reicht ebenso wie eine gestrichene Wand. Die muss nicht unbedingt farbig vorgestrichen werden, denn Du kannst problemlos auch auf weißer Wand wischen. Das Weiß schimmert später leicht durch und verleiht der Wand ein zartes Leuchten. Lass den Untergrund richtig austrocknen bevor Du mit dem Wischen beginnst. Klebe Flächen, die nicht gewischt werden sollen, vorher gut ab.

Wischen mit dem Schwamm
Den Schwamm etwas anfeuchten und direkt aus dem Eimer etwas Farbe aufnehmen. Dann schwungvoll an der Wand verwischen. Die Fläche kann in geraden Bahnen, kreis- oder wellenförmig gewischt werden. Es empfiehlt sich einen zweiten, in Wasser getränkten Schwamm bereitzuhalten, mit dem sich angetrocknete Stellen entfernen lassen. Wand für Wand wird einzeln bearbeitet und ohne Unterbrechung fertiggestellt. Für ein gleichmäßiges Ergebnis sollten immer nur die gleichen Personen an einer Wand arbeiten. Jeder hat nämlich seine eigene Wischtechnik und man würde es hinterher erkennen. Sind die Flächen fertig, warte bis sie trocken sind. Erst dann kannst Du mit der nächsten Schicht fortfahren. Einen schönen Effekt erzielst Du, wenn Du die Farbe der weiteren Schichten um jeweils eine kleine Nuance abdunkelst. Wieviele Schichten Du anlegst, bleibt Dir überlassen. Der Wandfarbton erhält jedoch mit jeder weiteren Schicht mehr Tiefe und wird harmonischer.

Tipps und Tricks:
• Teste Deine Wischtechnik zunächst an einem Stück alter Tapete, um unliebsame Überraschungen auszuschließen. Versuche dabei verschiedene Wischbewegungen.
• Es ist ratsam, Dein Kunstwerk während der Arbeit regelmäßig mit ein paar Schritten Abstand zu betrachten. So kannst Du schnell Unebenheiten ausgleichen und siehst die Stellen, die noch nachgearbeitet werden müssen.

Fazit:
Wischtechnik hinterlässt einmalige Effekte und eine dynamische Wirkung in der Wandgestaltung. Je nach Art der verwendeten Technik, Materialien und Farben, erhält der Raum einen ganz eigenen Charakter. Von stilvoller Eleganz, mediterranem Chic bis chaotischer Aufregung ist alles möglich.

Bildquellenachweis: © Henning Graban Ramm / PIXELIO