Methoden zur Vertreibung von Maulwurf und WühlmausEs kann sehr ärgerlich sein, wenn der sorgsam gepflegte Rasen ständig von kleinen Wühlern heimgesucht wird, die mit ihren Grabungen nicht nur den Garten verschandeln, sondern auch Pflanzen angreifen und zerstören. Dann wird meist nach einer Lösung gesucht, diese Erdbewohner schnell wieder loszuwerden.

Zunächst den wahren Übeltäter entlarven
Es gibt einige Möglichkeiten zur Vertreibung der Tiere aber oft scheitert eine Maßnahme, weil nicht eindeutig geklärt wurde, ob der neue Gartenbewohner als Maulwurf oder Wühlmaus daher gekommen ist. Diese Frage sollte unbedingt geklärt werden, denn auch wenn sich die Hinterlassenschaft der Tiere ähnelt, so sind es doch zwei ganz verschiedene Arten von Wühlern, deren Vertreibung unterschiedlichen Methoden bedarf.
Erste Erkenntnisse lassen sich bereits an den Erdhügeln ausmachen, die beide Tiere anlegen. Der Maulwurfshügel ist höher und er hat oben direkt in der Mitte ein Loch, während die Wühlmaus die Austrittslöcher seitlich gräbt. Im Zweifelsfall öffnest Du einfach mal einen Gang und schaust nach einem Tag wieder vorbei. Ist der Gang geschlossen worden, wohnt dort die Wühlmaus.

Der Maulwurf steht unter Naturschutz
Auch wenn er unschöne Gänge durch den Garten gräbt und den Rasen verschandelt, ist der Maulwurf doch ein nützliches Tier, das Schädlinge frisst. Er gehört zu den geschützten Tierarten und darf nicht getötet werden. Wenn Du ihn trotzdem vertreiben möchtest, versuche es zunächst mit Lärm. Der Maulwurf kann zwar schlecht sehen, dafür umso besser hören. Lärmende Kinder im Garten vertreiben ihn recht schnell. Es reicht aber auch wenn Du kleine Windmühlen in die Erde steckst oder Flaschen, die schräg im Boden eingegraben werden. Der Wind erzeugt verschiedene Töne, die den Ruhe liebenden Maulwurf stören und ihn von dannen ziehen lassen. Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz bestimmter Duftstoffe. Bewährt hat sich Seifenlauge oder Molke vermischt mit Buttermilch, die in die Tunnel gegossen werden.

Wühlmäuse können ganze Gärten zerstören
Besonders Wurzeln von Pflanzen werden gern angeknabbert und damit zum Absterben gebracht. Wer in seinem Garten Wühlmäuse hat, sollte schleunigst etwas dagegen unternehmen. Im Gegensatz zum Maulwurf haben sie keine großen Probleme mit Lärm und Gerüchen und sind viel schwieriger zu vertreiben. Es sei denn, es gelingt Dir einen ihrer natürlichen Feinde in den Garten zu holen, allen voran die Katze. Allein schon der Geruch lässt Wühlmäuse das Weite suchen. Alternativ kannst Du versuchen, Greifvögel anzulocken, indem du etwa 3 Meter hohe Sitzstangen in den Garten baust. Sollten sie die reiche Beute in Deinem Garten bemerken, werden sie gern bleiben. Die wichtigsten Helfer sind Habicht, Mäusebussard und Sperber. Haufen aus Holz und Stein mit Hohlräumen schaffen einen Zufluchtsort für Marder und Wiesel, bei denen die Wühlmaus ebenfalls auf dem Speiseplan steht.
Vorsicht mit Giftfallen! Die können auch Katzen, Hunde und Greifvögel töten, wenn sie Wühlmäuse fangen, die zwar vergiftet wurden aber noch nicht daran gestorben sind. Auch die im Handel erhältlichen Gase sind umstritten, denn die können auch den Maulwurf töten. Du kannst zusätzlich die ganze Palette an Hausmitteln ausprobieren: Hunde- oder Katzenhaare vergraben, Zwiebel pflanzen oder Ultraschallsonden einsetzen. Allerdings helfen sie nur selten. Solltest Du überhaupt kein Glück haben, ist es ratsam mit der Bekämpfung einen Kammerjäger zu beauftragen.

Fazit:
Die Wühlmaus kann im Garten sehr großen Schaden anrichten und sollte unbedingt vertrieben werden. Der Maulwurf hingegen ist sehr nützlich, abgesehen von seinen unschönen Hügeln, die den Garten optisch verschandeln. Die Vertreibung beider Tiere bedarf unterschiedlicher Methoden und oftmals auch eine Menge Geduld.