Teppichboden schafft harmonisches WohnambienteTeppichböden gehören neben Laminat und Parkett zu den beliebtesten Fußbodenbelägen im Wohnbereich. Sie verfügen über eine gute Trittsicherheit, bieten Schall- und Wärmedämmung und strahlen eine Gemütlichkeit aus. Wer gern Barfuß oder auf Socken läuft, wird die flauschig warme Oberfläche des Teppichbodens zu schätzen wissen. Damit textiler Bodenbelag gut zur Geltung kommt, sollte er richtig verlegt werden.

Dazu benötigst Du:
• Teppichboden
• Teppichmesser
• Schneidekante (auch Teppichlineal)
• Zahnspachtel (zum Verkleben)
• Spachtel
• Schere

1. Vorbereitung
Unebenheiten auf dem Unterboden wie Risse und Löcher solltest Du zunächst mit Spachtelmasse ausgleichen. Anschließend den Boden gut reinigen und Klebereste des vorherigen Bodenbelages entfernen. Der Unterboden sollte vor dem Verlegen trocken sein.

2. Auslegen
Der Teppich wird nun lose im Raum ausgelegt. Dabei solltest Du an allen 4 Seiten ausreichend Überstand lassen. So ausgebreitet kann er sich über die nächsten Stunden faltenlos legen. Teppiche aus Naturfasern wie Wolle, Kokos oder Sisal müssen 24 Stunden akklimatisieren, bevor sie verlegt werden können.

3. Vorschneiden
Nun den Teppich in die Seitenkanten des Raumes drücken. Das geht am besten mit einer Schneidekante. Im Anschluss wird der Teppich mit Teppichmesser und Schneidekante grob vorgeschnitten. An den Seiten sollte nun noch etwa 10 cm Verschnitt überstehen.

4. Aufkleben
Die eine Hälfte des Teppichs schlägst Du jetzt einfach zurück. Zum Verkleben kannst Du Spezialkleber oder doppelseitiges Klebeband verwenden. Klettband ist optimal bei Teppichböden mit Vliesrücken. In kleinen Räumen genügt das Verkleben an den Teppichrändern. Bei größeren Flächen empfehlen sich zwei zusätzliche diagonale Klebbahnen im Raum. Naturfasern müssen vollflächig verklebt werden. Dafür den Spezialkleber mit einem Zahnspachtel gleichmäßig verteilen, danach den Teppich über den noch nassen Kleber legen und zu den Seiten hin gut verstreichen. Nun kann mit der anderen Hälfte fortgefahren werden.

5. Schneiden
Alle überstehenden Seitenränder werden mit Teppichmesser und Schneidekante abgeschnitten. Ecken werden erst einmal diagonal eingeschnitten. Dabei nicht ganz bis zum Boden schneiden. Die überstehenden Stücke können nun passgerecht abgetrennt werden. Achte bei diesem Vorgang auf eine scharfe Klinge und wechsle sie regelmäßig aus!

6. Zwei Teppichbahnen
Ist der Raum für ein Teppichstück zu groß, brauchst Du eine weitere Teppichbahn, die angepasst werden muss. Dazu legst Du die Kanten beider Teppichstücke etwa 5 cm übereinander und schneidest sie mit einem scharfen Teppichmesser zusammen durch. Du erhältst einen nahtlosen Übergang, wenn Du beide Kanten am Boden festklebst.

Fazit:
Der richtige Teppichboden schafft eine wohnliche Atmosphäre und dämmt zudem den Wohnbereich vor Schall und Kälte. Allerdings muss er gut verlegt werden, darf keine Dellen schlagen und sollte gut an den Wänden abschließen. Dann fügt er sich harmonisch in das Wohnambiente ein und ist eine Bereicherung für jeden Wohnraum.

Bildquellenachweis: © Rainer Sturm / PIXELIO

arf keine Dellen schlagen und sollte gut an den Wänden abschließen