Das richtige Werkzeug fürs Heimwerken kaufenGeiz ist geil und billig kann nicht schaden. Könnte man meinen. Beim Werkzeugkauf trifft diese Annahme jedoch nur in sehr geringem Maße zu. Wenn Du Dir Werkzeug zulegen willst, lohnt es sich, wichtige Hinweise zu beachten, um böse Überraschungen zu vermeiden. Wir klären Dich auf und machen Dich mit unseren Tipps fit für den Gang zum Händler.

Werkzeug ist nicht gleich Werkzeug
Nicht für jeden Heimwerker macht es Sinn sich teure Profigeräte anzuschaffen. Was Du benötigst hängt davon ab, welche arbeiten Du wie oft, und nicht zuletzt, wie präzise Du sie erledigen möchtest. Gehst Du davon aus, dass Du Dein Werkzeug nur sehr selten oder gar einmalig gebrauchen wirst, lohnt sich keine Investition im dreistelligen Bereich. In diesem Fall solltest du darüber nachdenken, Werkzeug aus dem Baumarkt auszuleihen. Willst du jedoch mit Deinem Werkzeug einem Hobby nachgehen und es wöchentlich gebrauchen, solltest Du lieber zu einen höherwertigen und teureren Gerät greifen. Zu bedenken ist auch, dass die Qualität Deiner Arbeit nicht nur von Deinen Fähigkeiten, sondern auch von der Arbeit des Werkzeugs abhängt. Billige Geräte arbeiten in der Regel ungenauer. Generell solltest Du Dich fragen, wie Deine eigenen Ansprüche an das Werkzeug und die Qualität der Arbeit sind und Dein Werkzeug danach auswählen.

Selbstverständlich spricht nichts dagegen, auch günstige Werkzeuge zu kaufen. Um Fehlkäufe zu vermeiden, folgen hier unsere Tipps zum Werkzeugkauf:

Auf die Sicherheit der Geräte achten
Fehlerhaftes Werkzeug kann schnell zu schweren Verletzungen führen. Deshalb solltest Du vor allem auf Prüf- und Gütesiegel wie das deutsche GS achten, das für „Geprüfte Sicherheit“ steht. Ein weiteres ist das Siegel des TÜV. Keine Garantie bieten Beschriftungen wie “Made in Germany“ oder gar nur “Germany“, da solche Werkzeuge nur zum Teil in Deutschland hergestellt worden sein müssen.

Material und Verarbeitung begutachten
Gute Handgriffe bestehen zum Beispiel aus lackiertem, glattem Holz, griff-sicherem Metall oder haben eine angepasste Kunststoffummantlung. Wenn das Material rutschig ist oder generell einen schlechten Eindruck macht – Finger weg. Bei vielen Billiggeräten wurden schon krebserregende Stoffe gefunden. Bei Metallwerkzeugen solltest du auf die Qualität des Stahls achten. Gute Produkte haben die Kennzeichnung “HSS“.

Vor dem Kauf testen
Bevor du ein Werkzeug kaufst, solltest du es zumindest kurz im Baumarkt testen. Dabei ist darauf zu achten, dass nichts rutscht und alle Einzelteile auch bei schnellen Bewegungen sicher befestigt sind. Bei einem Hammer kann ein loser Kopf verheerende Auswirkungen haben. Außerdem sollte sich das Werkzeug leicht bedienen lassen.

Fazit
Es bleibt festzuhalten, dass man nur bedingt allgemeine Aussagen zum Werkzeugkauf machen kann. Jeder sollte sein Werkzeug nach seinen eigenen Bedürfnissen aussuchen. Der Kauf billiger Werkzeuge für das Heimwerken kann sinnvoll sein, wenn man wichtige Kriterien beachtet. Teure Geräte sind in der Regel besser zu handhaben, arbeiten präziser und halten länger. Selbstverständlich kann man aber mit teuren Werkzeugen jede Menge Probleme haben.