Strom sparen, Energieeffizienz, nachhaltiger StromverbrauchWer seine monatlichen Stromrechnungen senken möchte, kann neben einem Wechsel zu günstigeren Stromanbietern noch eine ganze Reihe anderer Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs ergreifen. Damit wird nicht nur der Geldbeutel geschont, sondern auch die Umwelt und das Klima.

Strom sparen mit effizienter Beleuchtung
Die Zeiten der alten Glühlampe sind langsam aber sicher vorbei. Schon jetzt dürfen keine Glühbirnen mehr verkauft werden, die stärker als 75 Watt sind. 2012 ist dann für alle Leuchtmittel dieser Art endgültig Schluss. Alternativen dazu sind schon jetzt vorhanden. Energiesparlampen brauchen für das gleiche Licht herkömmlicher Glühlampen viel weniger Energie und das bei längerer Lebensdauer! Ab einer Brenndauer von 30 Minuten am Tag rechnet sich der Austausch einer alten Glühbirne gegen eine Energiesparlampe. Eine weitere Möglichkeit ist die mit infrarot beschichtete Niedervolt-Halogenlampe, die Energie doppelt so gut nutzt, wie die Glühlampe. Dazu bietet sie ein brillantes Licht, und hält bis zu fünfmal länger.

Stromfressende Unterhaltungsgeräte
An über 10% des Stromverbrauchs in privaten Haushalten sind Computer-und Unterhaltungsgeräte beteiligt. Viele von ihnen verbrauchen selbst dann noch wertvolle Energie, wenn sie ausgeschaltet sind. Schuld daran ist der Stand-By-Betrieb. Das kannst Du leicht verhindern, indem Du nach Gebrauch den Netzstecker ziehst. Sinnvoll ist der Einsatz von schaltbaren Steckerleisten, an die man gleich noch alle anderen Stromfresser dieser Art mit anschließen kann. Aber auch im Betriebsmodus verbrauchen Geräte unterschiedlich viel Strom. Daher solltest Du beim Kauf von Neugeräten immer auf energieeffiziente Geräte achten. Auf die Dauer gesehen, können die meist doch günstiger sein, als stromfressende Billigprodukte.

Haushaltsgeräte – Billig kann hier teurer sein
Viele Kaufentscheidungen bei Waschmaschinen, Kühlschränken und Geschirrspüler fallen mit dem Ladenpreis. Dabei sind es genau die Geräte, die viele Jahre im Haushalt verbleiben und regelmäßig im Betrieb sind. Die Energieeffizienz der einzelnen Produkte schwankt erheblich, so dass ein Blick auf das Datenblatt sehr hilfreich sein kann. Denn rechnet man die jährlich wiederkehrenden Mehrbelastungen einiger Stromfresser auf den Kaufpreis um, wird aus so manchem billigen Produkt aus Fernost ein teures Vergnügen!
Achte beim Kauf dieser Geräte auf das EU-Label. Es unterteilt Haushaltsgeräte in Effizienzklassen von “A” (sehr sparsam) bis “G” (sehr hoher Energieverbrauch) und gilt für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Elektrobacköfen, Geschirrspüler und Raumklimageräte. Kühlschränke sind ständig am Netz und besonders alte Geräte verbrauchen mit über 400kwh im Jahr sehr viel Energie. Mit einem Strommessgerät kannst Du herausfinden, wie viel Strom Dein Kühlschrank zieht. Moderne Geräte verbrauchen im Schnitt 0,5kw/h pro Tag. Sollte es bei Deinem Kühlschrank mehr wie 1kwh am Tag sein, lohnt sich ein neues Gerät!

Kochen und Backen – Kleine Tipps mit großer Wirkung
Der Topf sollte zur Herdplatte passen und nicht zu klein sein. Dadurch entweicht ungenutzte Energie. Benutze zum Kochen immer einen passenden Deckel und nutze auch die Wärme von Herdplatte und Backofen nach dem Ausschalten. Bei längerer Zubereitungszeit von Speisen kann einen Schnellkochtopf verwendet werden und für das einfache Erhitzen von Wasser ist der Wasserkocher schneller und günstiger als der Herd.

Fazit:
Hohe Stromrechnungen müssen nicht sein! Wer auf einen nachhaltigen Energieverbrauch achtet, kann Jahr für Jahr Strom sparen und damit erheblich Kosten senken. Zudem ist ein sparsamer Umgang mit Energie gut für die Umwelt. Es schont die Ressourcen und das Klima.

Bildquellenachweis: © Thorben Wengert / PIXELIO