Praktisch jeder Autolack benötigt bei zunehmendem Alter eine ordentliche Pflege. Eine gute Politur beseitigt den matten optischen Eindruck als Folge von Witterungseinflüssen oder kleine Kratzer aus der Waschanlage. Die Gesellschaft für technische Überwachung (GTÜ) hatte im Jahr 2014 zehn verschiedene Poliermaschinen im Test. Die Ergebnisse liefern einen aufschlussreichen Überblick.

Umfangreiche Kriterien für die Untersuchung
Durch die Fachleute der GTÜ wurden zwei Exzenter- und acht Rotationsmaschinen mit einer Preisspanne von 30 Euro bis 390 Euro untersucht. Obwohl das teuerste Gerät, die PE 14-2 von Flex, vorne und die preisgünstigen Exzenterschleifer am Ende des Feldes lagen, ist der Preis nicht alleine ausschlaggebend. Ein Blick auf die weiteren Kriterien lohnt sich. Neben der Ausstattung konzentrierten sich die Tester auf die Anwendung und Wirkung der Polierer. Insgesamt 15 Einzelaspekte betrachtete die GTÜ. Ein dunkelblauer BMW 520, Baujahr 97 mit pflegebedürftigem Unilack und die anerkannt effiziente Sonax Maschinenpolitur Xtreme Hybrid NPT sorgten für einheitliche Bedingungen im Test.

Entscheidend sind Wirkung und Ergebnis
Neben dem einzigen mit „sehr empfehlenswert“ ausgezeichneten Poliergerät von Flex beurteilt die GTÜ drei weitere Rotationsmaschinen mit „empfehlenswert“. Punktgleich mit der Makita 9227CB landet die mit knapp 120 Euro kostengünstigeKunzer 7 PM 03 auf dem zweiten Platz der Rangliste. Bei einem Kaufpreis von weniger als 30 Prozent gegenüber Makita und Flex sowie gleich guten Ergebnissen in der Wirkung ist sie der „Preis-Leistungs-Sieger“. Auf dem vierten Platz liegt die Krauss Superpolish P7.

Entscheidend für die Spitzenplätze ist die subjektiv durch die GTÜ-Spezialisten bewertete und objektiv mit technischer Hilfe ermittelte Wirkung der Poliermaschinen. Ein spezielles Messgerät bestimmte den Glanzgrad und den Glanzschleier. Dazu kommen der optische Eindruck des Polierergebnisses und die Qualität der Kratzerentfernung. Das schlechte Ergebnis in diesem Kapitel führt beispielsweise bei der Skil 9955 – trotz ansonsten ansprechender Ergebnisse – zur Abwertung auf „bedingt empfehlenswert“.

Handhabung und Leistung
Zu große Polierteller wie bei den Exzenterschleifern, deren „Rüttelscheiben“ 240 Millimeter Durchmesser aufweisen, erschweren die Handhabung. Um Kanten, Ecken und Rundungen optimal zu bearbeiten, sind Durchmesser zwischen 122 und 145 Millimetern ideal. Um Beschädigungen oder Kratzer während der Anwendung zu vermeiden, müssen die Pads für die Polierscheiben deutlich größer als die Teller sein. Diesen Anforderungen der GTÜ entsprechen nur die Geräte von Flex, Krauss, Makita und Skil. Das gilt analog für die als notwendig erachtete Kabellänge von vier Metern. Bei diesen sowie weiteren Kriterien verloren Geräte wie die kostengünstige und im Kapitel Wirkung überzeugende Einhell BT-PO 1100/1E an Boden gegenüber der Konkurrenz. Neben den mit zwei Metern zu kurzen Stromkabeln sind Einstellmöglichkeiten, Laufeigenschaften oder zu starke Wärmeentwicklung die Ursachen für lediglich bedingte Empfehlungen. Die Exzenterschleifer fallen im Test durch die geringe (Watt-)Leistung und eine nicht einstellbare Drehzahl weiter ab. Beide stufen die Verantwortlichen mit „nicht empfehlenswert“ ein.

Fazit
Testergebnisse verschaffen einen ersten Überblick über die auf dem Markt verfügbaren Poliermaschinen. Bei der Suche nach dem individuell richtigen Gerät lohnt die genauere Betrachtung der Details – etwa auf www.poliermaschine-test.de.

Die durch die GTÜ aufgezeigten Kriterien helfen bei der richtigen Wahl weiter. Für die professionelle Verwendung und den Dauereinsatz eignen sich Geräte wie der Testsieger von Flex hervorragend. Häufig erzielen kostengünstige elektrische Poliermaschinen, die für den Alltagsgebrauch vollkommen genügen, ähnlich ansprechende Ergebnisse.