So legst Du ein Frühbeet anEin Frühbeet bietet Nutzpflanzen in Deinem Garten nicht nur Schutz vor Kälte und anderen Witterungseinflüssen sondern auch vor Tieren, die gern die jungen Triebe anknabbern. Der ideale Platz für ein Frühbeet ist dort, wo genügend Sonne hinkommt und für eine ungehinderte Luftzirkulation gesorgt ist.

Traditionell wird das Beet aus einem oder mehreren alten Fenstern gebaut, die auf eine einigermaßen hohe Begrenzung aus Holzbrettern gelegt werden. Das Beet sollte dabei nach Norden hin geschützt liegen und das Fenster nach Süden geneigt sein. Die Größe des Frühbeetes sollte der Größe der im Gemüsegarten zur Verfügung stehenden Anbaufläche angepasst sein. Schließlich muss am Ende genügend Platz für die im Frühbeet vorgezogenen Pflanzen sein. Für den Anfang dürfte eine Seitenlänge von 1 bis 1½ Metern ausreichen. Wenn Du Fenster als Abdeckung nimmst, musst Du Dir über die Größe nicht großartig Gedanken machen. Diese richtet sich dann natürlich nach den Maßen des Fensters. Statt Holzbrettern können auch Steine als Begrenzung dienen. Sofern Du jedoch Bretter verwendest, gehst Du folgendermaßen vor: zunächst werden an den vier Ecken des künftigen Frühbeetes Vierkanthölzer in die Erde eingeschlagen, an denen anschließend die Begrenzungsbretter befestigt werden. Die Bretter sollten einigermaßen tief ins Erdreich eingelassen werden, sodass das Beet vor dem Eindringen von Kälte, aber auch Schädlingen wie z. B. Nagetieren geschützt ist. Zugleich musst Du darauf achten, dass an der Ost- und Westbegrenzung für eine ausreichende Neigung gesorgt wird, sodass die Beetabdeckung später zur Sonnen- sprich: Südseite hin abfällt. Wenn bei einer Tiefe von ca. 1½ Metern die höchste, also die Nordseite der Begrenzung etwa 30 und die niedrigere, also die Südseite etwa 10cm aus dem Boden ragt, hast Du die den richtigen Neigungswinkel erwischt. Falls notwendig, musst Du die Begrenzungen durch zusätzliche Holzlatten verstärken. Denn wenn Du ein relativ schweres Fenster als Abdeckung nimmst, kann es passieren, dass die Bretter zu den Seiten hin weggedrückt werden. Das Dach des Beetes muss aber natürlich nicht zwingend aus einem alten Fenster bestehen. Hier kann auch Folie oder sonstiges lichtdurchlässiges Material Anwendung finden, wie z. B. Doppelstegplatten aus Kunststoff, die dann auch um einiges leichter sind.

Wenn die Grundkonstruktion steht, wird Frühbeet- bzw. Anzuchterde eingebracht. Optional kannst Du vorher sozusagen als düngendes und zugleich wärmendes Fundament eine Schicht Mist im Frühbeet ausbreiten. Die Anzuchterde kannst Du kaufen, alternativ aber auch selbst herstellen – indem Du gut verrotteten Kompost untermischt. Wie stark diese Erdschicht sein sollte, richtet sich nach den Pflanzen, die Du anbauen möchtest. In der Regel genügen etwa 15cm. Salat und anderes frühes Gemüse benötigt dagegen bis zu 25cm. Zwischen oberer Abdeckung und Erdkrume sollte dabei immer noch ein ausreichender Abstand von etwa 15cm bleiben. Wichtig: nach Einbringen der Anzuchterde nicht sofort mit dem Pflanzen loslegen. Der Boden muss genügend, am besten einige Tage, Zeit haben, sich bei geschlossener Abdeckung aufzuwärmen, bevor Du ihn dem kälteempfindlichen Gemüse zumutest. Im Frühbeet kannst Du dann nicht nur Gemüse, sondern auch Sommerblumen säen.

Fazit:
Ein Frühbeet schützt junge Gemüsepflanzen aber auch Blumen nicht nur vor der Witterung, wenn es draußen noch recht frisch ist, sondern auch vor Schädlingen wie Schnecken und Nagetieren. Du kannst es mit einfachen Mitteln verschiedener Art selbst bauen. Wichtig ist dabei nur, dass Du einige Grundregeln beachtest. Die Abdeckung des Beetes muss nach Süden hin geneigt und transparent sein, um für den gewünschten Treibhauseffekt zu sorgen. Die Begrenzung zu den Seiten hin sollte so dicht sein, dass eine ausreichende Wärmeisolation und Schutz vor tierischen Eindringlingen gewährleistet sind. Damit die Pflanzen richtig gedeihen, wird im Beet besonders fruchtbare Anzuchterde ausgebracht.

Bildquellenachweis: © Pearson Scott Foresman / Wikimedia Commons