Lebewohl, Winter! Der Garten im FebruarDer Februar ist der letzte Wintermonat des Jahres. Spätestens jetzt erwacht der Garten zu neuem Leben. Nun heißt es, den Garten auf die Zeit nach dem Winter vorzubereiten. Mach Dich jetzt z. B. an die Reparatur von Zäunen und Gartenwegen, sofern Bedarf besteht!

Nutzgarten
Um zielgerichtet düngen zu können, lohnt es sich, eine Bodenanalyse vorzunehmen. Dazu musst Du eine Probe nehmen. Damit diese auch repräsentativen Charakter hat, solltest Du den Boden an der Stelle, an der Du die Probe nehmen willst, zunächst gründlich auflockern und für eine gute Durchmischung sorgen. Man kann die Proben an ein Labor schicken oder auch selbst bestimmte Werte, wie z. B. den pH-Wert, ermitteln. Testsets dafür gibt es im Handel schon für unter 10€ (z. B. bei Amazon).
Um die spätere Bepflanzung im Gemüsegarten vorzubereiten, kannst Du jetzt mit dem Umgraben beginnen, etwa unter Zuhilfenahme eines Sauzahns. Um die Erde mit Nährstoffen anzureichern, ist es ratsam, den aufgelockerten Boden mit Kompost zu durchmischen. Die Menge Kompost, die dabei ausgebracht werden sollte, richtet sich nach den Pflanzen, die hier später wachsen sollen. Kartoffeln und Kohl etwa, benötigen besonders viel Nahrung. Auf ihren späteren Anbauflächen solltest Du deshalb bis zu 6 Liter Kompost pro Quadratmeter verteilen. Bis 3 Liter Kompost pro Quadratmeter empfehlen sich für Möhren und Zwiebeln, bis zu 2 Liter für Kräuter, Erbsen und Bohnen. Die Vorbereitung des Bodens erfolgt etwa 2 Wochen vor der Aussaat.
Wenn Du ein Frühbeet anlegen willst, sollte dessen Bau spätestens im Februar abgeschlossen werden. In Frühbeet oder Gewächshaus kannst Du jetzt schon einiges anpflanzen: so z. B. Blumenkohl, Kohlrabi, Möhren, Radieschen, frühen Rotkohl, Weißkohl und Wirsing sowie ab Ende Februar auch Tomaten, Brokkoli und Kopfsalat. Ab Ende des Monats, bei besonders milder Witterung auch schon früher, kannst Du schon im Freien säen und pflanzen: so z. B. Dicke Bohnen, Erbsen, Feldsalat, Grünkohl, Spinat, Zwiebeln, Schwarzwurzeln, Knoblauch und weiteres.

Ziergarten
Der Februar ist noch ein Wintermonat und es kann jetzt noch ausgiebig Schnee fallen. Gerade im Ziergarten solltest Du darauf achten, dass die Pflanzen nicht unter der Schneelast leiden. Biegen sich die Äste allzu sehr unter dem Gewicht des gefrorenen Wassers, solltest Du sie davon befreien. Eine dünne Schneedecke bietet hingegen Schutz vor der Witterung und sollte deshalb nicht entfernt werden.
Wenn es taut und unter der Schneedecke tauchen noch mit Herbstlaub bedeckte Rasenflächen auf, so musst Du spätestens jetzt das Laub entfernen. Im feuchten Klima des Tauwetters bildet sich sonst womöglich Schimmel. Ebenso zum Schutz vor Schimmel, Pilzen und anderen Schädlingen solltest Du trockene Pflanzenteile und welke Blüten an den Zierpflanzen entfernen. Außerdem machst Du so Platz für die zu erwartenden frischen Triebe.
Im Februar wird es Zeit für die Aussaat von Sommerblumen. Als Anzuchtgefäße bieten sich Eierkartons an. Du nimmst ein Samenkorn pro Ausbuchtung. Später kannst Du dann die schon etwas gewachsenen Blumen mit der Pappausbuchtung aus dem Karton heraustrennen und im Garten einpflanzen. Die mitausgepflanzte Pappe wird durch die Feuchtigkeit schnell weich und die Blumen bohren ihre Wurzeln hindurch.
Wenn Du das Aussetzen von Blumenzwiebeln im Herbst versäumt hast, kannst Du es jetzt noch nachholen. Natürlich erst dann, wenn es nicht mehr friert. Die auf diese Weise jetzt ausgepflanzten Blumen blühen dann etwas später als die, die schon im Herbst in die Erde gebracht wurden.

Fazit:
Gartenarbeit im Februar – das heißt Vorbereitung auf die kommenden wärmeren Jahreszeiten. Jetzt kannst Du die “Infrastruktur” Deines Gartens instandsetzen und Zäune und Wege reparieren. Durch Umgraben und ausbringen von Kompost bereitest Du den Nutzgarten auf die bevorstehende Bepflanzung und Aussaat vor. Trockene Äste und Zweige an Zierpflanzen werden entfernt. So schaffst Du Platz für frische, junge Triebe. Jetzt kann der Frühling kommen!

Bildquellenachweis: © Marco Barnebeck / PIXELIO