Die schadstoffarme Alternative zu Energiesparlampen: auf LED umsteigen und noch mehr Strom sparen!Nachdem sich die Europäische Kommission gerade erst vor ein Paar Jahren entschieden hat, die altehrwürdige Glühbirne zugunsten der Energiesparlampe in den Orkus zu schicken, bahnt sich schon die nächste Revolution im Bereich der Leuchtmittel an: LED-Lampen werden ständig besser und preislich erschwinglicher, sodass eigentlich jetzt schon nichts Wesentliches mehr gegen ihren Einsatz auch im Haushalt von Otto Normalverbraucher spricht. Gegenüber den landläufig als Energiesparlampen bezeichneten Kompaktleuchtstofflampen haben sie zahlreiche Vorteile.

Dass Energiesparlampen zwar deutlich weniger Energie verbrauchen als Glühbirnen, dafür aber in der Entsorgung viel problematischer sind, dürfte bekannt sein. Nicht umsonst dürfen die Kompaktleuchtstofflampen nicht im Hausmüll entsorgt werden, sondern müssen dem Sondermüll zugeführt werden. Grund dafür ist in erster Linie die Tatsache, dass sie das giftige Quecksilber enthalten. Viele wissen auch nicht, dass deshalb eine zerbrochene Energiesparlampe keinesfalls ein harmloses Missgeschick ist. Mit einem Aufkehren der Scherben ist es nicht getan. Der Raum sollte mindestens 15 Minuten gelüftet werden, damit die gesundheitsschädlichen Dämpfe aus der Lampe entweichen können. LED-Lampen enthalten dagegen keine vergleichbar schädlichen Substanzen. Da es sich dabei jedoch – im Gegensatz etwa zur althergebrachten Glühbirne – um eine komplexe elektronische Konstruktion handelt, sollen auch LED-Lampen einer gesonderten Entsorgung zugeführt werden.

Der ausschlaggebende Vorteil der LED-Lampen liegt jedoch in der im Vergleich zu Energiesparlampen noch besseren Energieeffizienz. So entspricht die Lichtleistung einer 60-Watt-Glühbirne in etwa einer 11-Watt-Energiesparlampe, während eine LED-Lampe für die gleiche Helligkeit nur etwa 8 Watt benötigt.

Im Gegensatz zu Energiesparlampen, die recht klobige Leuchtstoffröhren enthalten und darüber hinaus auch noch eine relativ große Vorschalteinheit benötigen, können LED-Lampen auch in mehr oder weniger filigranen Formen hergestellt werden. Leuchter etwa, die früher mit kerzenförmigen Glühlampen bestückt wurden, mussten im Zeitalter der Kompaktleuchtstoffröhren mit relativ unförmigen Energiesparlampen verunstaltet werden. Die LED-Technik macht es jetzt wieder möglich, Leuchtmittel einzusetzen, die sich äußerlich praktisch nicht mehr von den klassischen Kerzen-Glühbirnen unterscheiden.

Die relativ geringe Lichtleistung war in der Vergangenheit ein Problem der LED-Lampen. Mit fortschreitender Weiterentwicklung werden die Lampen jedoch immer effizienter. Dementsprechend kann es auch zu Abweichungen bei der Helligkeit der LED-Lampen kommen, wenn man billige Modelle mit kostspieligeren Markenmodellen vergleicht. Derzeit lässt sich sagen, dass LED-Leuchten Glühlampen mit einer Leistung von bis zu 60 Watt ersetzen können. In ein paar Jahren wird es vielleicht auch möglich sein bisher mit 100 Watt-Glühbirnen oder entsprechend hellen Kompaktleuchtstofflampen betriebene Lampen ebenfalls durch LED-Lampen zu ersetzen.

Im Gegensatz zu den Kompaktleuchtstofflampen erreichen LED-Lampen sofort mit dem Einschalten ihre maximale Helligkeit. Einige Energiesparlampen dagegen benötigen mitunter mehrere Minuten um die volle Lichtleistung zu erreichen. Vor allem in Bereichen, in denen das Licht nur kurz brennt, wie etwa auf dem Wohnungsflur, ist solch eine Verzögerung von Nachteil.

LED-Lampen schlagen die Kompaktleuchtstofflampen auch in Sachen Langlebigkeit. Während die Leuchtstofflampen bis zu 15.000 Stunden Brenndauer durchhalten, halten einige LED-Modelle bis 50.000 Stunden durch.

Wenn Du ein Haus oder eine Wohnung neu einrichtest, kannst Du die Beleuchtung von vornherein mit den entsprechenden Fassungen auf die Ausstattung mit LED-Leuchten einrichten. Es werden aber auch LED-Lampen angeboten, die in die klassischen Glühbirnenfassungen E14 und E27 eingeschraubt werden können – sogenannte „Retrofit“-Leuchtmittel. Außerdem sind Adapter auf dem Markt, mit denen beide Systeme kombiniert werden können.

Während Glühlampen ein relativ warmes, angenehmes Licht liefern, kann davon bei LEDs genauso wie bei Energiesparlampen nicht ohne weiteres ausgegangen werden. Entsprechend ist beim Kauf von LED-Lampen auch auf die sogenannte Farbtemperatur zu achten. Diese wird in der Einheit Kelvin angegeben. Je höher die Kelvinzahl, desto bläulicher bzw. kälter ist das von dem entsprechenden Leuchtmittel ausgehende Licht. Das von einer Kerze ausgehende Licht hat so etwa 1.500 Kelvin. Die klassische Glühbirne liegt – abhängig von der Wattzahl – zwischen 2.000 und 3.000 K, eine kaltweiße Energiesparlampe hat 4.000 K.Kerzen im Vergleich - Glühbirne, Energiesparlampe und LED-Lampe

Relevant beim Kauf von LED-Lampen ist ggf. auch der Abstrahlwinkel. Während nämlich eine Glühbirne in alle Richtungen gleich viel Licht abgibt, hängt dies bei LED-Lampen naturgemäß von der Anordnung der einzelnen Leuchtdioden ab. Auf dem Markt ist eine große Zahl von LED-Spots erhältlich, die wie ein Strahler das Licht im Wesentlichen in nur einer Richtung abgeben.

Einer der wenigen Nachteile der LEDs ist der bislang noch recht hohe Preis. Für eine Technologie, die im Alltagsgebrauch noch recht neu ist, ist das nichts Ungewöhnliches. Energiesparlampen etwa kosteten vor 20 Jahren zum Teil noch über 50 DM und sind inzwischen für jedermann erschwinglich. Durch den geringeren Verbrauch und die längere Lebensdauer amortisiert sich aber ohnehin auch bei den LED-Lampen mit der Zeit der Anschaffungspreis.

Fazit:
LED-Lampen sind eine in jeder Hinsicht umweltschonende Alternative zu Kompaktleuchtstofflampen, die im Volksmund auch – nicht mehr ganz zeitgemäß – „Energiesparlampen“ genannt werden. Im Vergleich zu diesen kommt die LED-Lampe mit noch weniger Strom aus und enthält anders als die Leuchtstofflampen kein umweltschädliches und potenziell gesundheitsgefährdendes Quecksilber. Fast einziges Manko der LED-Lampen ist derzeit noch der relativ hohe Preis. Durch den geringen Verbrauch und die lange Lebensdauer lohnt sich die Anschaffung aber dennoch.

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