Mond und sein Einfluss auf Blumen, Pflanzen und BäumeDer Mond übt nicht nur eine spezielle Anziehungskraft auf die Meere und Ozeane unseres Planeten aus, sondern nimmt auch Einfluss auf das Wachstum von Blumen, Pflanzen und Bäumen. Wer nach dem Mond gärtnert und während bestimmter Zeitpunkte pflanzt, düngt oder erntet, kann höhere Erträge erwirtschaften. Denn zwischen den einzelnen Mondphasen und dem Auf- und Absteigen von Säften in Pflanzen gibt es einen Zusammenhang.

Die zwei Mondsysteme
Erfolgreiches Gärtnern nach dem Mond folgt zwei Systemen. Die der Mondphasen, die entstehen, wenn der Mond seinen Zyklus innerhalb von 28 Tagen durchwandert und der Stand des Mondes im jeweiligen Tierkreiszeichen. Beide Systeme unterlaufen einen Zeitraum von knapp einem Monat. Wichtig für Mondgärtner ist das Wissen um das Zusammenspiel beider Systeme. Zusätzlich hat man die einzelnen Tierkreiszeichen, die der Mond durchläuft, den vier Grundelementen Feuer, Erde, Luft und Wasser zugeordnet:
•   Feuer: Widder, Löwe, und Schütze – Die Fruchttage, denn sie fördern das Reifen von Früchten und stehen für den Zeitraum, an dem fruchttragende Pflanzen gepflegt werden sollen.
•   Erde: Stier, Jungfrau und Steinbock – Die Wurzeltage, die das Wachstum der Wurzeln fördern. Knollengemüse kann an diesen Tagen gut gepflegt werden, aber auch die Wurzeln aller anderen Pflanzen.
•   Luft: Zwillinge, Waage und Wassermann – Blütentage, an denen alle blühenden Pflanzen für eine besondere Pflege dankbar sind.
•   Wasser: Krebs, Skorpion und Fische – Blatttage, die für alle grüne Pflanzen wichtig sind. An diesen Tagen benötigen sie eine gute Pflege. Zum Beispiel sollten Zimmerpflanzen oder Blattgemüse umsorgt werden. Es sind auch die Tage, an denen alle Pflanzen gegossen werden können.

Die wichtigsten Gartenarbeiten nach dem Mondkalender

Düngen:
Grundsätzlich solltest Du nur bei abnehmenden Mond oder Vollmond düngen. Möchtest Du durch den Dünger schöne Blätter an beispielsweise Zimmerpflanzen haben, kannst Du das direkt an Blatttagen tun. Für eine schöne Blütenbildung wählst Du die Blütentage und möchtest Du schöne Früchte ernten, düngst Du während der Fruchttage. Für starke Pflanzen wählst Du zum Düngen die Wurzeltage, denn das kräftigt die Wurzeln.

Umsetzen und Umtopfen:
Bei dieser Arbeit solltest Du ganz besonders auf die Wurzeln achten. Daher ist es ratsam, an Wurzeltagen die Pflanzen umzusetzen um sie dabei nicht zu schädigen.

Die Aussaat:
Hier ist entscheidend, welche Art Pflanze Du anpflanzen möchtest. Ist es eine fruchttragende Pflanze, sollte sie an Fruchttagen gesät werden. Für Zimmerpflanzen und Gartenkräuter eignen sich Blatttage und an den Blütentagen kannst Du Blumen aussäen.

Rasen mähen:
Der Rasen wird an Blatttagen gemäht. Für schnelles Wachstum wählst Du die Tage, an denen der Mond zunimmt, und bei einem abnehmenden Mond erhältst Du ein dichteres Wachstum des Rasens.

Bewässern von Pflanzen:
An Blatttagen freuen sich alle Pflanzen auf etwas Wasser, denn der Zeitraum ist für das Gießen von Pflanzen der günstigste. Vorsichtig solltest Du an Blütentagen sein. Zu viel Wasser in dieser Zeit begünstigt den Schädlingsbefall.

Rückschnitt von Pflanzen:
Dies geschieht am besten bei Neumond und einem abnehmenden Mond. Für das Beschneiden von Hecken eignen sich die Blatttage und das Beschneiden bei Neumond kann vielleicht sogar eine Zimmerpflanze retten, die Du eigentlich schon entsorgen wolltest.

Fazit:
Der sprichwörtliche grüne Daumen ist kein Zufall. Und nicht jede misslungene Ernte ist auf schlechtes Wetter, minderwertiges Saatgut oder ein schlechtes Düngemittel zurückzuführen. Auch der falsche Zeitpunkt für bestimmte Arbeiten im Garten im Mondkalender kann eine Ursache dafür sein. Allerdings kann es auch zu großen Erfolgen bei der Arbeit mit Pflanzen führen, wenn man sich nach der Natur und dem Mond richtet.

Bildquellenachweis: © Susanne Schmich / PIXELIO