Futterhaus für Vögel selbst bauenÜber das Vögel Füttern im Winter haben wir an dieser Stelle bereits berichtet und dabei grundlegende Fragen zur Fütterung beantwortet. Du würdest gern eine Futterstelle für Vögel einrichten, Dir fehlt aber noch ein Futterhaus? Das kannst Du selbstverständlich im Handel kaufen. Du kannst es aber natürlich auch selbst bauen. Und das ist ganz einfach – sofern Du Dich mit einem schlichten Modell zufrieden gibst.

Das brauchst Du dazu:
- Holzplatte für den Boden, maximal 30 x 30cm
- 2 Holzplatten für das Dach
- Holzlatte
- Schrauben
- Holzleim
- ggf. Akkuschrauber
- Säge

Zunächst gilt es, eine rechteckige oder quadratische Holzplatte als Boden des Futterhauses vorzubereiten. Dafür musst Du Dir überlegen, wie groß das Futterhaus werden soll. Eine Seitenlänge von etwa 30cm sollte genügen. Für das spitzwinklige Dach benötigst Du zwei weitere, gleich große Rechtecke aus Holz. Für vier Träger, an denen später das Dach befestigt wird, werden Leisten mit etwa 2cm Durchmesser benötigt. Für die Höhe der Pfosten kann man etwa 15cm veranschlagen. Zuerst befestigst Du die Träger auf der Bodenplatte. Dazu kannst Du an den vier Ecken der Platte jeweils ein Loch bohren, durch das Du dann eine Schraube führst und diese mit einem Pfosten verschraubst. Mit Holzleim erhöhst Du die Stabilität der Konstruktion. Vier weitere maximal 2cm hohe Leisten kannst Du nun an den vier Seiten der Bodenplatte zwischen die Pfosten kleben. Diese sollen später verhindern, dass das Futter allzu leicht aus dem Futterhaus herausfällt oder weggeweht wird. Wenn Du die beiden Platten für das Dach zuschneidest, solltest Du bedenken, dass die Überdachung etwas über die Bodenplatte herausragen sollte. So ist das Futterhaus besser gegen die Witterung, insbesondere Regen und Schnee, geschützt. Die längeren Seiten der beiden gleich großen Platten befestigst Du nun mit Schrauben und Leim an einer weiteren Latte, sodass eine Giebelform entsteht. Am einfachsten ist es, wenn Du für das Dach einen 90-Grad-Winkel wählst. Dieser ist bereits durch die Ecken der Latte, an der die Platten befestigt werden, vorgegeben. Beim Aufsetzen des Daches auf die Träger gehst Du nun ebenso vor wie beim Fixieren derselben auf der Bodenplatte: Du markierst auf den miteinander verbundenen Dachplatten die Stellen, an denen die Pfosten auf das Dach treffen und bohrst an diesen vier Punkten nun je ein Loch. Nun verschraubst Du von oben die Dachplatten mit den darunterliegenden Trägern. Um die Stabilität zu verbessern kannst Du die Pfosten vorher mit der Säge abschrägen, sodass die Teile bündig anliegen und zusätzlich verleimt werden können. Dein Futterhaus ist nun schon fast fertig. Sofern das verwendete Holz nicht bereits behandelt wurde, solltest Du jetzt noch das Häuschen mit einem Holzschutzmittel für den Winter im Freien fit machen. Da das Futterhaus ja von Vögeln, also Lebewesen, besucht werden soll, gilt es dabei besonderes Augenmerk auf die Umweltverträglichkeit der verwendeten Mittel zu legen.

Das fertige Futterhaus kannst Du nun im Garten aufstellen oder aufhängen. Darüber, was bei der Wahl des richtigen Ortes zu beachten ist, haben wir bereits berichtet. In jedem Fall muss auch berücksichtigt werden, dass das Haus für Räuber wie z. B. Katzen möglichst unzugänglich sein sollte. Die direkte Befestigung an einem Baum etwa kann von diesem Gesichtspunkt her betrachtet, problematisch sein. Besser ist es den Futterplatz auf einem möglichst schmalen Pfosten aufzustellen. Möglichst schmal deshalb, weil er Katzen so weniger halt bietet und es ihnen schwer macht, die Oberseite der weit über den Posten herausragenden Bodenplatte zu erreichen.

Fazit:
Ein Futterhaus für Vögel ist im Winter eine tolle Sache. Vor allem, wenn Du es vom Fenster aus beobachten kannst, wird es Dir und Deiner Familie eine Menge Freude machen. Die kann aber schon viel früher beginnen. Ein Futterhaus zu bauen und selbst zu gestalten ist einfacher als Du denkst und kann viel Spaß machen.

Bildquellenachweis: © Ich-und-Du / PIXELIO