HochdruckreinigerFür den Einsatz im Außenbereich und bei der Reinigung des eigenen Fahrzeugs erzielen Hochdruckreiniger ein optimales Ergebnis, ohne dabei auf Chemikalien zurückgreifen zu müssen. Allein mit Wasserdruck wird die Schmutzschicht von der Oberfläche abgetragen und weggespült. So lässt sich bspw. Moos aus den Terrassenfugen und von Mauerrändern beseitigen, festsitzender Dreck von der Karosserie des Autos, oder unliebsames Unkraut aus den Ritzen der Hofeinfahrt. Bei dem Kauf eines Hochdruckreinigers sollte die Druckleistung und Regulierungsfähigkeit des Geräts ebenso berücksichtigt werden, wie der Lieferumfang spezieller Aufsatzdüsen.

Für welches Modell entscheidest Du Dich?
Angetrieben von einer elektrischen Hochdruckpumpe wird das Wasser über eine Sprühlanze hinausgeschossen. Modelle für die private Anwendung erzeugen einen Druck von bis zu 150 bar, wobei auch Einstiegsmodelle mit 100 bar erhältlich sind. Um den Hochdruckreiniger vielseitig einsetzen zu können, sollte der Druck verstellbar sein. Viele Oberflächen, wie zum Beispiel Autolack, sind für die Reinigung mit dem Maximaldruck zu empfindlich. Bei einfachen Modellen ohne Druckregulierung kannst Du den Wasserdruck durch einen höheren Abstand von Sprühlanze und Oberfläche abschwächen. Dies ist allerdings bei weitem nicht so präzise wie die automatische Regulierung. Je weiter die Düse entfernt ist, desto schwächer ist der Strahl, der auf dem Material ankommt. Aus diesem Grund solltest Du immer den vom Hersteller angegebenen Mindestabstand einhalten. Darüber hinaus kann die Intensität des Wasserdrucks über zusätzliche Aufsätze reguliert werden.

Bei Hochdruckreinigern unterscheidet man zwischen Kaltwasser- und Warmwasserreinigern. Die letztere Variante verfügt über einen Brenner, der das Wasser erhitzt, um die Reinigungsleistung zu verstärken. Jedoch können auch Kaltwasserhochdruckreiniger mit warmen Wasser benutzt werden. Welche Temperatur das Wasser haben darf, wird in der Regel vom Hersteller angegeben.

Ein qualitativ hochwertiges Modell kostet um die 200 Euro. Die Verarbeitung von strapazierfähigen Materialien unterstützt hierbei eine lange Laufzeit. So ist es von Vorteil, wenn die Verschraubungen und Lanzenköpfe aus Messing bestehen. Da der Schlauch hohem Druck standhalten muss, sollte er mit einem Stahlgewebe verstärkt sein. Benötigst Du einen Hochdruckreiniger nur für den gelegentlichen Gebrauch, kannst Du auch über ein einfacheres Einsteigermodell für ca. 100 Euro nachdenken.

Mit unterschiedlichen Aufsätzen wird der Hochdruckreiniger multifunktional
Obwohl für die Reinigung mit einem Hochdruckreiniger normales Wasser oft ausreicht, ist es bei manchen Gelegenheiten von Vorteil zusätzlich etwas Reinigungsmittel zu verwenden. Ob dieses im Tank integriert werden kann, oder über den Ansaugschlauch separat eingefüllt wird, hängt von dem Hersteller ab. Mit dem passenden Aufsatz lässt sich für Hobbygärtner auf die selbe Weise ein Pflanzenschutzmittel gleichmäßig verteilen. Verstopfte Rohre können mit einem Rohrreinigungsset befreit werden. Mit Variodüsen und Mehrfachdüsen kann der Spritzwinkel verstellt oder zwischen Punkt- und Flachstrahl gewechselt werden. Ein kreisende Punktdüse, auch Dreckfräser genannt, verstärkt in erster Linie den Wasserstrahl, um eine wesentlich höhere Reinigungsleistung zu erzielen. Durch diese millimeterdünne, rotierende Hochdruckdüse kannst Du selbst hartnäckigen Dreck einfach abspülen. Für eine intensive Flächenreinigung empfiehlt sich das Zubehör eines Terrassenreinigers, welcher auf die Lanze montiert werden kann.

Bei der Reinigung eines Autos sollte besonders auf den Druck geachtet werden. Durch einen besonders harter Strahl kann der Lack in Mitleidenschaft gezogen werden. Im Bereich des Motorraums kann bei sorgloser Anwendung Wasser in den Luftfilter eindringen oder sogar Dichtungen beschädigt werden. Unbedenklich ist die Reinigung der Karosserie hingegen mit einer rotierenden Waschbürste, da diese den Strahl indirekt und abgeschwächt auf die Oberfläche lenkt. Für die Reinigung des Unterbodens gibt es zusätzlich gebogene Strahlrohre, um ohne große Verrenkungen die unwegsamen Stellen zu erreichen. Da anhaftende Betriebsstoffe – vor allem Öl – bei der Reinigung weggespült werden, sollte diese jedoch nur in speziellen Waschstraßen durchgeführt werden.

Fazit
Ein Hochdruckreiniger ist ideal, um im Außenbereich hartnäckigem Schmutz und Unkraut zu beseitigen. Doch auch darüber hinaus kann der Reiniger mit dem passenden Aufsatz vielseitig eingesetzt werden. So wird neben dem Versprühen von Pflanzenschutzmittel und Rohrreinigungen vor allem die Autoreinigung erheblich erleichtert. Allerdings solltest Du für diese Anwendungen auf ein qualitativ hochwertiges Produkt zurückgreifen, da ansonsten empfindliche Oberflächen beschädigt werden können. Für eine häufigere Anwendung empfiehlt es sich um die 200 Euro auszugeben, wobei für die gelegentliche Reinigung auch ein Hochdruckstrahler für ca. 100 Euro ausreicht.

Bildquellenachweis: © Katharina Wieland Müller / PIXELIO