Schlafkomfort durch die richtige MatratzeAusreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung gehören zu dem ABC eines gesunden Lebens. Ebenso kannst Du aber auch während der nächtlichen Ruhephase Deinen Organismus unterstützen, um die regenerative Wirkung des Schlafes optimal zu nutzen. Ein ausgeglichener Schlaf verringert die Risikofaktoren für Allergien und Rückenleiden, sowie sich häufende psychische Probleme, die das allgemeine Wohlbefinden negativ beeinflussen können. Die Wahl der Matratze ist daher eine Frage des Komforts und der Gesundheit. Neben der Entscheidung zwischen den verschiedenen Modellen spielt die Ausrichtung auf die individuellen ergonomischen Bedürfnisse eine große Rolle. Eigene Vorlieben sollten die Kaufentscheidung ebenso bestimmen wie die Berücksichtigung persönlicher Merkmale wie Körpergröße, Alter, und Gewicht, um eine optimale Liegeposition zu erzielen. Die richtige Matratze ist wie ein Maßanzug und sollte auf jeden Käufer individuell ausgelegt sein.

Allgemeine Beurteilungskriterien – darauf solltest Du achten
Im ersten Schritt solltest Du Dich zwischen den einzelnen Matratzenarten entscheiden. Zu den Hauptvertretern zählen Federkernmatratzen, Latexmatratzen, Visco Matratzen und Schaumstoffmatratzen. Die Punktelastizität bildet einen weiteres Kriterium und beschreibt die optimale Anpassung einer Matratze am kleinsten Auflagepunkt des Körpers. Ein komfortables Liegegefühl gemessen an dem Härtegrad der Matratze und die subjektive Empfindung kannst Du am Besten beim Probeliegen feststellen. Darüber hinaus solltest Du auf die Eigenschaften bezüglich des Mikroklimas der Matratze achten – Durchlässigkeit für Feuchtigkeit und Wärmespeicherung beeinflussen maßgeblich Deinen Metabolismus. Für wärmeempfindliche Personen, die bei Hitze zum Schwitzen neigen, sollte ein hoher Feuchtigkeitsaustausch von Raum und Matratze gewährleistet sein. Abschließend ist zu überprüfen aus welchem Material der Bezug besteht und ob er problemlos Abnehmbar und waschbar ist.

Der Kauf im Fachgeschäft mit persönlicher Beratung ist ein muss
Selbst die beste Matratze kann auf dem falschen Untergrund nicht für eine angemessene Schlafunterstützung sorgen. Kaufe daher die Matratze möglichst als Bettsystem oder stelle Sicher, dass Matratze und Unterfederung aufeinander abgestimmt sind. Die genaue Ausrichtung auf die Eigenheiten der Wirbelsäule können nur in einem Fachgeschäft mit individuellem Beratungsgespräch festgestellt werden. Es ist daher sehr zu empfehlen vor dem Kauf ausgiebig auf unterschiedlichen Modellen Probe zu liegen. Obwohl die Preisspanne für Matratzen bereits unter Hundert Euro beginnt, liegt der reguläre Preis eines qualitativen Modells zwischen 300-400 Euro. Darüber hinaus gehende Preise sind nicht mehr mit steigender Qualität gleichzusetzen. So können Exemplare für 1.000 Euro durchaus schlechter für Dein persönlichen Schlafkomfort sein, als eine günstigere Variante. Die Lebensdauer von Matratzen beträgt zwischen sieben und zehn Jahren, Garantieangebote darüber hinaus sind in jedem Fall unseriös.

Wie man sich bettet so liegt man – Matratzenarten
Im Bereich der Federkernmatratzen sind die Taschenfederkernmatratzen am hochwertigsten. Einzelne Federn sind hierbei in einen Stoff oder Vlies Mantel eingenäht. Die Federn sind kleiner als bei einer herkömmlichen Federkernmatratze, wodurch die Punktelastizität um ein vielfaches erhöht wird. Sie besitzen einen guten Feuchtigkeitstransport und sind auf Grund der abnehmbaren Bezüge auch für Allergiker geeignet. Im Gegenzug sind diese Modelle jedoch sehr schwer (20-35kg) und unflexibel, was sie ungeeignet macht für einen verstellbaren oder elektrischen Lattenrost.

Visco bzw. Tempur Matratzen bestehen aus einem Memory Schaum, welcher sich optimal an den Körper anpasst. Die Ausrichtung erfolgt durch ein leichtes Einsinken auf Grund von Körperwärme und Druck. Dies hat den Vorteil, dass druckempfindliche Körperstellen besser entlastet werden. Zudem besitzen Visco Matratzen eine sehr hohe Punktelastizität. Auf der anderen Seite besitzen die Bezüge meistens keine Wattierungsschicht damit die Körperwärme besser auf den Schaum übertragen wird. Es entsteht so oftmals ein Wärmestau, welcher leicht zum Schwitzen führen kann. Auch kann sich die Schlafposition nicht so leicht ändern, da Du auf Grund der Körperanpassung wieder in die ursprüngliche Position zurückgleitest. Im Vergleich verhalten sich Latexmatratzen flexibler. Sie sind ebenfalls sehr punktelstisch und schmiegen sich an den Körper, doch fällt es bei diesen Modellen leichter die natürlichen Bewegungen während der Ruhephasen beizubehalten. Allerdings fördern auch sie den Schweißfluss ohne einen guten Feuchtigkeitstransport zu gewährleisten.

Schaumstoffmatratzen werden aus Polyolen und Isocyanaten hergestellt. Da bei der Herstellung keine Hitze zugeführt wird, werden diese Modelle auch Kaltschaummatratzen genannt. Sie verfügen über eine optimale Punktelastizität und einen sehr guten Feuchtigkeitsaustausch. Auf der einen Seite schmiegt sich das Material perfekt an den Körper an. Auf der anderen Seite hingegen gibt die Kaltschaummatratze nur auf einem angepassten Lattenrost richtig nach, da ansonsten der Schaum der Matratze durch das Körpergewicht durch die Leisten durchgedrückt werden kann.

Fazit
Sowohl der Schlafkomfort als auch die Entlastung des Rückens hängen grundsätzlich mit der richtigen Wahl der Matratze zusammen. Zu beachten ist, welches Modell am besten die individuellen Bedürfnisse unterstützt. Entscheidende Bewertungskriterien hierfür sind Punktelastizität, Feuchtigkeitsaustausch und Liegekomfort. Die verschiedenen Produktarten unterstützen diese unterschiedlich gut, weswegen ein ausführliches Beratungsgespräch im Vorfeld unerlässlich ist. Vorsicht gilt bei unseriösen Schnäppchenangeboten und übertriebenen Garantieversprechen. Eine qualitative hochwertige Martatze hat ihren Preis – dieser liegt grundsätzlich zwischen 300-400 Euro.

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