WaschmaschineBei dem Kauf einer neuen Waschmaschine, eines Wäschetrockners oder eines Kombi-Gerätes nur auf den Anschaffungspreis zu achten, kann auf lange Sicht zu einer bösen Überraschung führen. Spätestens wenn die nächste Betriebskostenabrechnung ansteht, macht sich eine gründliche Information vorab über Wasser- und Energieverbrauch bezahlt. Zusammen mit dem Kühlschrank gelten Waschmaschine und Trockner zu den Haushaltsgeräten mit den höchsten Gebrauchskosten. Neben einer hohen Qualität und einem angemessenen Preis sollte daher auf die Unterstützung eines umweltfreundlichen und kostensparenden Betriebs wert gelegt werden.

‘Intelligente’ Waschmaschine-Modelle sparen Kosten
Angefangen mit Sonderangeboten für unter 200 Euro bis hin zu über 1 000 Euro ist die Preisspanne für Waschmaschinen ausgesprochen hoch. Ausschlaggebend für die Anschaffungskosten ist neben der Energieeffizienz und der Materialverarbeitung vor allem das Fassungsvolumen und die maximale Schleuderdrehzahl. Ein hochwertiges Gerät für den herkömmlichen Gebrauch ist bereits für rund 300 bis 400 Euro erhältlich. In einem normalen Familienhaushalt reicht für gewöhnlich eine Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von 5 kg aus – fällt etwas mehr Schmutzwäsche an, solltest Du über ein Produkt mit 6 kg Fassungsvermögen nachdenken. Größe Volumina sind in der Regel nicht notwendig und treiben nur unnötig den Energieverbrauch in die Höhe. Ähnliches gilt für den Standartwert von 1400 U/min des Schleudergangs. Eine höhere Zahl von Umdrehungen führt zwar dazu, dass die Kleidung schneller trocknet, doch wird auch hier der Energieverbrauch exponentiell in die Höhe getrieben. Um den Wasser- und Stromverbrauch einschätzen zu können, wird nach EU-Richtlinien bei jedem Produkt die Energieeffizienz nach Klassen von A bis G angegeben (A ist hierbei am sparsamsten, wobei die Klasse G am meisten verbraucht). Fast alle modernen Waschmaschinen erfüllen die Voraussetzungen für die Klasse A in der Energieeffizienz, sowie Klasse A in der Waschwirkung und mindestens B in der Schleuderdrehzahl. Daher ist im Speziellen darauf zu achten, dass kostensparende Geräte mit einem 5 kg Volumen einen Stromverbrauch von 0,85 kWh und einen Wasserverbrauch von 45 Litern nicht überschreiten (bei 6 kg sind es 1,05 kWh und 60 Liter). Sogenannte ‘intelligente’ Waschmaschinen helfen Dank integrierter Waage und Display darüber hinaus das genaue Ladegewicht und die empfohlene Dosierung des Waschmittels zu bestimmen. Eine zusätzliche Mengenautomatik regelt bei geringerer Ladung den Energie- und Wasserverbrauch herunter.

Wäschetrockner – die Wahl zwischen billigen Energiefressern und teuren Sparfüchsen
Für Wäschetrockner gelten ähnliche Kriterien für die Kaufwahl wie für Waschmaschinen. Auch die Preisspanne hält sich in einem vergleichbaren Bereich auf. Während Ablufttrockner mit 200 Euro in der Anschaffung äußerst günstig sind, verbrauchen sie auch mit Abstand am meisten Energie, sodass sich das Sparen beim Kauf nach längerem Gebrauch ins Gegenteil verkehrt. Durch eine hohe Energieeffizienz zeichnen sich hingegen Gastrockner aus, da Erdgas einen besseren Wirkungsgrad besitzt als die elektrische Energiezufuhr. Auch Wärmepumpentrockner führen zu vergleichbaren Energieeinsparungen (bis zu 50%), weil sie einen Teil der Abwärme erneut zum Trocknen nutzen. Diese Modelle sind hingegen nicht unter 600 Euro erhältlich. Auf Grund der niedrigeren Folgekosten kann sich ein solches Gerät auf Dauer rentieren, so kann der Energieverbrauch bei einem modernen Wärmepumpentrockner auf bis zu 1,62 kWh begrenzt werden. Auch ein Trockner sollte die Energieeffizienz Klasse B nicht überschreiten. Ausschlaggebend bei der Anschaffung ist sicher, wie stark der Trockner über die Zeit genutzt wird. Generell gilt selbstverständlich zu überlegen, ob bei einer seltenen Frequentierung die Anschaffung eines Trockners überhaupt sinnvoll und notwendig ist, da es nicht nur wesentlich kostengünstiger, sondern auch umweltschonender ist, seine Wäsche an der frischen Luft zu trocknen.

Waschtrockner sind vor allem für kleine Wäschemengen geeignet
Ein Waschtrockner verbindet Waschmaschine mit einer integrierten Trocknerfunktion. Da die Wäsche beim Trocknen allerdings mehr Raum in Anspruch nimmt, kann häufig nur eine halbe Waschladung mit einmal getrocknet werden. Der Vorteil ist, dass kleinere Waschladungen in einem Durchgang gewaschen und getrocknet werden können, wobei sich der Komplettdurchgang oft auf 5 oder 6 Stunden verlängert. ‘Intelligente’ Waschtrockner können auch hier den Wasser- und Energieverbrauch durch die eingebaute Mengenautomatik dem verringerten Ladegewicht anpassen, obwohl bei dieser Lösung trotz allem relativ gesehen ein höherer Verbrauch vorliegt, als zur manuellen Regulierung. Insbesondere in einem größeren Haushalt wird daher der Waschtrockner bereits für kleine Mengen über einen äußerst langen Zeitraum blockiert. Für ein qualitatives Produkt solltest Du mindesten 600 Euro einrechnen, auch wenn es sich sicherlich auf lange Sicht lohnt für ein effizientes Gerät 1.000 Euro auszugeben. Die Energieverbrauch von Waschtrocknern kann zwischen 3,4 kWh bis hin zu über 6 kWh variieren.

Fazit
In Hinsicht auf die Energieeffizienz hat sich in den letzten Jahren ein immer stärker werdendes Umweltbewusstsein bei den Herstellern von Waschmaschinen und Trocknern verbreitet. Diese Entwicklung ist bis zum heutigen Zeitpunkt noch nicht zu Ende und immer sparsamere Modelle kommen auf den Markt. Angesichts der steigenden Strom- und Wasserkosten empfiehlt es sich vor dem Kauf einen genauen Blick auf den Wasserverbrauch pro Waschgang und den Energieverbrauch in kWh zu werfen. So kann auf lange Sicht oft bei weitem mehr Geld gespart werden, als bei der Anschaffung investiert werden muss.

Neben der richtigen Waschmaschine gibt es auch noch weitere Tipps, um im Haushalt Energie zu sparen.