finanzielle Förderung von Solar-AnlageDer Wandel hin zur erneuerbaren Energie schreitet in Deutschland stetig voran. Nicht nur bei den führenden Energiekonzernen stellt sich hierbei ein Umdenken ein – auch für den privaten Hausbesitzer ist die Installation von Wind-, Solar- und Erdwärmeanlagen interessant. Neben den finanziellen Entlastungen, welche die Eigenversorgung von Warmwasser und Strom bereithält, spielt selbstverständlich auch die Gewissheit der Umweltverträglichkeit einer CO² armen Energiegewinnung eine große Rolle. Während des Hausbaus, aber auch bei dem nachträglichen Entschluss hat der Hauseigentümer die Wahl zwischen solarthermischen Anlagen für die Warmwasserbereitung von Heiz- und Brauchwasser, Photovoltaik-Anlagen für die Umwandlung von Sonneneinstrahlung in elektrischen Strom und der Installation von Erdwärmekorbanlagen als Unterstützung für die Heizung. Um das eigene Heims zum Energiesparhaus zu modernisieren, bietet sich vor allem eine ausgewogene Kombination aus den Varianten an. Viele Modelle werden, zusätzlich zu der langfristigen Rentabilität durch Konzepte für die Verbreitung erneuerbarer Energie, staatlich gefördert. Es lohnt sich in Erfahrung zu bringen mit welchen Subventionen und Förderungen Du rechnen kannst.

solarthermische Anlage – Warmwasserbereitung durch Sonnenenergie
Die Förderung von solarthermischen Anlagen zur Wärmegewinnung für Brauch- und Heizwasser wird über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) geregelt. Für den Erhalt von Subventionen gelten seid Juni 2010 strengere Auflagen, sodass bspw. eine reine Warmwasserbereitung durch eine Solar-Anlage nicht mehr ausreicht, um Fördergelder beanspruchen zu können. Eine generelle Basisförderung erhalten weiterhin Kombinationsanlagen zur Wasserbereitung und Heizungsunterstützung, sowie Anlagen zur Bereitstellung von Prozesswärme. Bis zu einer Fläche von 40 m² Kollektorfläche gilt der Fördersatz von 120 €/m². Diese Summe ist allerdings bis zum 30.12.2011 begrenz,t bevor der Regelsatz wieder auf 90€/m² sinkt. Wichtig zu beachten ist, dass diese Regelung nur noch für Anlagen gilt, die im Gebäudebestand errichtet werden. Bei Neubauten wird auf eine Installation von fortschrittlicheren Prozesswärme-Systemen verwiesen, welche weiterhin gefördert werden. Der Vorteil bei der Subventionierung durch die BAFA ist, dass der Antrag auf Fördergelder noch bis zu 6 Monaten nach Fertigstellung der Solar-Anlage gestellt werden kann und sich die Montage im Vorfeld nicht auf Grund eventueller bürokratischer Probleme verzögert. Zusätzlich zur Basisförderung ist bei erweiterten Energiesparkonzepten eine umfassende Bonusförderung vorgesehen. So wird eine Solarkollektoranlage in Kombination mit einer förderfähigen Biomasseanlage oder einer Wärmepumpenanlage mit zusätzlichen 600 Euro prämiert. Weitere Bonusförderungen ergeben sich aus Effizienzbonus, Kesseltauschbonus und einem Bonus für besonders effiziente Solarkollektorpumpen.

Für weitere Einzelheiten kannst Du Dich auch direkt beim BAFA im Internet informieren.

Photovoltaik-Anlagen – Sonneneinstrahlung in elektrischen Strom umwandeln
Die Förderung von Photovoltaik-Anlagen (kurz PV-Anlagen) wird durch das Erneuerbare Energien Gesetz (kurz EEG) geregelt. Das EEG sichert in diesem Fall die Einspeisevergütung von privat errichteten PV-Anlagen. Wird durch die Solarkollektoren überschüssiger Strom erzeugt, kann der Hausbesitzer diesen automatisch in das flächendeckende Stromnetz einspeisen. Du verkaufst somit Deinen selbst gewonnen Strom an den führenden Stromanbieter. Der Preis wird hierbei nicht von dem Konzern festgelegt, sondern von dem EEG bestimmt. Zur Zeit liegt er bis zu einem Maximum von 30 KW Leistung (welche von einer privaten PV-Anlage nur äußerst selten überschritten wird) mit 28,74 Cent je kWh weit über dem Durchschnittspreis. Der Stromverkauf aus PV-Anlagen lohnt sich also. Das Besondere an der Regelung ist, dass der Preis vom Zeitpunkt der Inbetriebnahme der Solarzellen auf 20 Jahre garantiert ist. Auf Grund der stabilen Preislage ist eine sichere Finanzplanung möglicht. Der Verkaufspreis pro kWh wird für neue PV-Anlagen jährlich, bzw. halbjährlich kontinuierlich herabgesenkt, um ihn stufenweise an den Durchschnittspreis für Strom anzugleichen. Diese Maßnahme läuft darauf zurück, dass die Anschaffungskosten für Photovoltaik-Anlagen mit fortschreitender Entwicklung immer kostengünstiger werden. Diese erhöhten Kosten auf Seiten der Stromkonzerne werden in Form des ‚Sonnencent‘ auf alle Stromkunden umgelagert (2011 betrug der ‚Sonnencent‘-Beitrag 3,5 Ct/kWh).

Über die Einspeisevergütung des EEG hinaus bieten zahlreiche Banken einen speziellen Kredit mit günstigen Konditionen für die private Finanzierung von PV-Anlagen an.

Fazit
Die Anschaffung einer eigenen Solar-Anlage trägt nicht nur zu einem verträglicheren Umgang mit der Umwelt bei, sondern lohnt sich auch finanziell. Die sinkenden Betriebs- und Stromkosten in Verbindung mit den geringen Instandhaltungskosten und der langen Laufzeit rentieren sich in etwa nach 20 Jahren. Doch dank staatlicher Förderung durch BAFA und EEG, sowie günstigen Möglichkeiten eines Finanzierung auf Kredit lohnt sich die Installation bereit früher. Umso weiter sich die Energiegewinnung durch Photovoltaik und Solar-Wärme verbreitet, je geringer fallen jedoch die Subventionen aus. Für jeden der die Möglichkeit hat, sei gesagt: Je früher die Sonne auf die eigenen Solarzellen scheint, desto mehr wird die gewonnene Energie subventioniert.

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