Rosengarten richtig pflegen - Vorsorge von Pilzbefall bei RosenSeit Juni kann man sich wieder aller Arten blühender Rosen erfreuen. Ob im heimischen Garten oder auf dem sonnigen Balkon, eine gut gewachsene Rose bildet für jeden Betrachter den zentralen Blickfang in der Blumenlandschaft. Damit es auch so bleibt und der Anblick nicht von schwarzen Flecken oder absterbenden Blättern getrübt wird, empfiehlt es sich, ein paar einfache Grundregeln in der Rosenpflege zu beachten, um die Pflanze vor Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau zu bewahren. Angefangen von der Wahl des Standortes über die Bewässerung bis hin zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit – um eine Rose vor schädlichen Pilzkrankheiten zu bewahren, sollten frühzeitig einige Vorkehrungen getroffen werden.

Achte beim Kauf auf das ADR-Siegel
Wer sich erst jetzt entschließt, die Rose auch in den eigenen Garten zu holen, sollte beim Kauf auf das ADR-Siegel (Allgemeine Deutsche Rosenneuheitenprüfung) achten. Dieser Test wird von einem Arbeitskreis des Bunds deutscher Baumschulen durchgeführt und unterzieht die Rosenarten einer strengen, unabhängigen Prüfung. Leider können nicht sämtliche Rosenarten getestet werden, sodass es auch unter den Sorten ohne Siegel gesunde und vitale Vertreter gibt.

Finde den richtigen Standort für Deine Rosen
Hast Du Dich für eine Rosensorte entschieden, solltest Du als nächstes bei der Wahl des Standortes auf die Eigenheiten der Pflanze achten. Damit sich die Rose optimal entwickeln kann, muss ein durchlässiger, nährstoffreicher Boden vorhanden sein (ein hoher Lehmanteil ist hierbei hilfreich). Zusätzlich sollte der Ort ausreichend Sonne bereitstellen, ohne dass sich über den Tag zu viel Hitze anstaut. Zu empfehlen ist daher ein offener, luftiger Platz. Dies sorgt dafür, dass die nassen Blätter nach einem Regenfall oder der Bewässerung gut abtrocknen können und nicht über einen längeren Zeitraum feucht bleiben. Befindet sich die Rose dauerhaft in einem feuchtwarmen Umfeld bietet sie eine ideale Angriffsfläche für Pilzbefall, der in diesem Klima am besten gedeiht. Falls Du einen solchen Zustand über mehrere Wochen bei Deinen Rosen beobachtest, solltest Du vielleicht über eine Umpflanzung nachdenken.

Achte auf eine angemessene Bewässerung
Um kein feuchtwarmes Umfeld entstehen zu lassen, ist es entscheidend, das Blattwerk der Rose trocken zu halten. Es empfiehlt sich daher die Pflanzen ausschließlich morgens zu bewässern. Während am Mittag ein Großteil des Wassers verdunstet, besteht abends die Gefahr, dass sich überschüssige Feuchtigkeit in der Nacht bei der Pflanze sammelt und einen Nährboden für Pilzkrankheiten bildet. Beim Gießen selbst musst Du vor allem darauf achten nie die Blätter zu benässen, sondern direkt oberhalb des Wurzelstocks zu gießen. Falls Du über eine größere Fläche für Dein Rosenbeet nachdenkst, solltest Du die Eigenheiten der Bewässerungssysteme beachten.

Stärke die Widerstandsfähigkeit Deiner Pflanzen
Der beste Weg gesund zu bleiben ist ein starkes Immunsystem. Dies gilt auch für Pflanzen. Besitzt die Rose genügend Nährstoffe und ein robustes Blattwerk ist ein Pilzbefall unwahrscheinlicher. Für die Stärkung der Widerstandsfähigkeit empfiehlt es sich, die Rose mindestens einmal im Jahr mit einem Pflanzenstärkungsmittel zu besprühen, welches in zahlreichen Varianten speziell für Rosen im Fachhandel erhältlich ist. Alternativ kannst Du auch Schachtelhalmbrühe verwenden. Hierbei werden die Abwehrstoffe der Rose gegen schadhafte Organismen aktiviert (induzierte Resistenz), sowie Pilzabblockende Substanzen in den Zellwänden eingelagert, womit es der Pilz schwerer hat, in das Blattwerk einzudringen. In Jahren mit relativ trockenen Sommern können diese Mittel den Einsatz von Fungiziden völlig ersetzen. Da Rosen allerdings vor allem in feuchteren Sommermonaten leicht von Pilzkrankheiten befallen werden können, empfiehlt es sich bei anfälligen Sorten vorbeugend ein Pilzbekämpfungsmittel zu spritzen (Wirkstoff ist meist Azoxistrobin). Hierbei ist zu beachten, dass sowohl das Pflanzenstärkungsmittel als auch das Fungizid genügend Zeit zum Einwirken haben. Falls es kurz darauf regnet, wird der Wirkstoff abgespült, bevor er in die Rose einziehen kann. Ist die Pflanze sogar bei der Anwendung feucht kann das Mittel gar nicht erst einziehen. Für die restliche Stärkung der Widerstandsfähigkeit sorgt eine umsichtige, kali-betonte Düngung.

Fazit
Die richtige Pflege ist bei Rosen das beste Mittel gegen Pilzbefall und kann viel Ärger ersparen. Die Vorsorge reicht von der Wahl des Standortes über die Bewässerung bis hin zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit. Rosen benötigen einen sonnigen, doch luftigen Platz zum wachsen. Es ist entscheidend, dass sich die Pflanze nicht über längeren Zeitraum in einem feuchtwarmen Umfeld befindet. Dem kann mit einer umsichtigen Bewässerung vorgebeugt werden, bei der darauf geachtet werden sollte das Blattwerk der Rose trocken zu halten. Mindestens einmal im Jahr sollte zusätzlich auf ein Pflanzenstärkungsmittel zurückgegriffen werden. Falls es trotzdem zum Pilzbefall kommt, muss eventuell auf drastischere Mittel zurückgegriffen werden.

Bildquellenachweis: © Rita Köhler / PIXELIO