Markisen selbst montieren - Markisen Ratgeber - Vorbereitung und UmsetzungMarkisen als Sonnen- bzw. Regenschutz erfreuen sich großer Beliebtheit. Wer die richtige Wahl von Markise und Tuch getroffen hat, kann sich über Online-Shops beispielsweise komplette Anfertigungen liefern lassen. Umso mehr muss der Besitzer darauf achten, dass die Montagefläche gewissenhaft ausgesucht und vorbereitet wird. Im Folgenden führen wir einige wichtige Punkte auf, die bei der Markisenmontage berücksichtigt werden sollten:

Wichtige Voraussetzungen
Besonders wichtig – und zwar noch vor der Anschaffung einer Markise – ist die Genehmigung des Vermieters. Arbeiten an Fassaden, Dachtraufen oder Balkondecken können zu Schäden führen und die Kosten für den bequemen Sonnenschutz schnell mal in die Höhe schießen lassen. Auch deshalb ist eine sehr gründliche Prüfung der Beschaffenheit des Mauerwerks notwendig. Aufgrund des Gewichts des Gestells (zwischen 40 und 80 kg) und der oftmals aufwändigen Anbringung kann sich für den ungeübten Hobbyhandwerker der Anruf beim Fachpersonal lohnen. Dieser muss die Markise nach bestimmten Prüfungsrichtlinien anbringen – die Norm-Grundlage für Material sowie Anbau ist die CE-Norm DIN-EN 13561, welche auch bei Haftungsfragen und Versicherungsfällen herangezogen werden kann. Traut man sich die Konstruktion jedoch selber zu, ist mindestens die Hilfe einer weiteren Person und zweier trittfester Leitern vonnöten.

Montage der Markise – Schritt für Schritt Anleitung
1. Zunächst werden für die passenden Montageplatten Bohrlöcher in der Wand oder Decke vorbereitet. Hierfür müssen die Abstände zwischen den beiden Befestigungen der Markise errechnet und entsprechend auf dem Grund vorgezeichnet werden. Für die Löcher sind wegen der immensen Belastung des Untergrundes Stahldübel ratsam. Alternativ wird auch der Einsatz von Injektionsmörtel empfohlen. Händler bzw. Lieferant informieren darüber, welche Dübel je nach Montageuntergrund besonders geeignet sind.

2. Mit einem Bohrer oder Bohrhammer werden die Löcher gebohrt; die Gewindeschrauben geben die Länge der Bohrlöcher vor.

3. Danach werden die Gewindeschrauben in die mit Dübel oder Mörtel ausgekleideten Bohrlöcher eingesetzt. Achte auf die Länge der Schrauben, die aus der Wand oder Decke herausragen.

4. Anschließend lässt sich mit Hilfe einer zweiten Person die Markise von beiden Seiten aus mit mehreren Muttern aufschrauben und befestigen.

5. Zu guter Letzt wird die Markisenneigung eingestellt. Dafür wird die Markise komplett ausgefahren. Die Sechskantschrauben an den Gelenken werden gelöst und die Stellschrauben bis zum gewünschten Winkel herausgedreht.

6. Für die Installation eines Elektromotors bzw. von Automatiksteuerungen sollte ein Elektroinstallateur hinzugezogen werden.

Fazit:
Wer auf die kostspielige Hilfe von professionellen Handwerkern verzichten will, kann mit etwas Mühe und Geschick seine Markise auch selbst anbringen. Wichtig ist der Montageuntergrund: Eine Probebohrung hilft bei der Feststellung der Art des Mauerwerks. Auch die richtige Wahl des Dübels oder die Verwendung eines speziellen Kunstharzmörtels ist für eine feste und langfristige Verankerung der Markise unbedingt zu beachten. Nicht nur in Bezug auf das Material, sondern auch hinsichtlich des genauen Montageablaufs kann Dir der Markisenhändler genauer Auskunft geben.

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