Markisen – der moderne Sonnen- und Regenschutz für Balkon, Garten oder Terasse - Markisen RatgeberOb für die eigene Terrasse, den Balkon oder die Fenster: Markisen sind in Deutschland überaus populär. Wer eine besitzt, ist im Sommer bestens vor der blendenden Sonne geschützt. Und wenn mal wieder Schlechtwetterperioden angesagt sind, hält sie nicht zuletzt erfolgreich den Regen ab. Diese Eigenschaften überzeugen – trotz des oftmals hohen Preises – nicht nur Gewerbetreibende, sondern inzwischen auch immer mehr Privathaushalte. Doch welche Arten von Markisen gibt es und was muss man beim Kauf einer Markise beachten?

Welche Markisen werden angeboten?
Zu den beliebtesten Varianten gehören die Gelenkarmmarkisen. Diese können sowohl mit Motor als auch per Handkurbel bedient werden. Bei der rein elektrisch betriebenen Kassettenmarkise werden Gelenkarm und Markisenstoff komplett in die Kassette eingefahren. Vorteil: Sowohl der Stoff als auch die Elektrik sind wind- und wettergeschützt, korrosionssicher und dadurch lange haltbar. Dazu bieten die freitragenden Arme ausreichend Platz unterhalb der Stofffläche, die komfortable Bedienung (nach Wunsch auch mit Funksteuerung) erlaubt eine unkomplizierte Nutzung.

Dagegen bieten sich offene Gelenkarmmarkisen sowie Halbkassettenmarkisen oder Hülsenmarkisen für Bauvorrichtungen an, die dem Wetter nicht im vollen Umfang ausgesetzt sind. Bei diesen Markisenvarianten wird das Tuch auf eine Hülse aufgewickelt, während die Gelenkarme zusammengeklappt werden – sowohl Stoff als auch Gelenke sind jedoch (im Gegensatz zur Kassettenmarkise) nicht regen- und winddicht umschlossen und deshalb eher für überdachte Bereiche empfehlenswert, beispielsweise für Plätze unterhalb von Balkonen.

Fallarmmarkisen bieten sich vor allem als Sonnen- bzw. Sichtschutz von Fenstern oder Schaufenstern an. Die lichtdurchlässige Bespannung wird auf einer Tuchwelle aus- und eingerollt und kann flexibel dem Sonnenstande angepasst werden. Doch auch hier ist die Gelenkvorrichtung ungeschützt im Freien angebracht, wodurch mit Verschleiß gerechnet werden muss.

Die Mobile Markise schließlich ist gebäudeunabhängig und universell einsetzbar: Sie kann per Seilzug ein- oder ausgefahren und als praktischer Schattenspender an beliebigen Orten, z.B. im Garten, verwendet werden.

Worauf sollte ich beim Kauf einer Markise achten?
Wichtig ist der Stoff! Markisenbezüge aus Polyester, PVC, Polyacryl und Volant in allen erdenklichen Farben werden angeboten. Die größten Anbieter von qualitativ hochwertigem Markisenstoff sind u.a. Sattler, Dickson und Para. Besonders relevante Aspekte beim Kauf sind die Reißfestigkeit, der UV-Schutz, die Lichtresistenz sowie eine wasserabweisende Imprägnierung. Einige Stoffe sind dank einer speziellen Beschichtung sogar wasserdicht und darum besonders „Allwetter“-geeignet. Aber auch wenn die Markise bei Regen sofort eingezogen werden sollte, muss der Stoff gute Trocknungseigenschaften aufweisen, damit nicht eines Tages unschöne Schimmelflecken den Anblick trüben. Insofern gilt: Lieber nicht allzu sehr beim Preis sparen. Diesbezüglich sollte man sich umfassend beim Anbieter beraten lassen.

Fazit:
Markisen als Sonnen-, aber auch als Regenschutz für das eigene Heim sind nicht nur eine optisch ansprechende, sondern insbesondere an Sommertagen sehr praktische Angelegenheit. Leichte Gelenkarmmarkisen, zum Beispiel für Balkon oder Loggia, sind oftmals schon ab 250 Euro zu haben; komfortablere Kassettenmarkisen mit Motorantrieb kosten in der Regel um die 1000 Euro. Auch ein gutes Markisentuch darf ein bisschen mehr kosten, wird jedoch dafür umso länger halten und an sonnigen Tagen viel angenehmen Schatten spenden.

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