Heisse Tage, milde Nächte – Tipps für eine kühle Wohnung Der Sommer naht, doch eigentlich ist er schon da. Denn bereits im Spätfrühling steigen die Temperaturen immer häufiger über die 30 Grad-Marke. Folge: Verschwitzte Hemden, schlechter Schlaf und gereizte Stimmung. Um das zu vermeiden, helfen Klimaanlagen oder alternative Einbaumaßnahmen – aber manchmal auch ganz simple Tricks, die man beherzigen sollte.

Schutz vor der Sonne
Ist die Wohnung im Sommer glühend heiß, kann man davon ausgehen, dass die Dämmung des Hauses nicht besonders effizient ist. Abhilfe schafft in diesem Fall nicht nur ein Gespräch mit dem Vermieter, um auf die grundsätzliche Problematik hinzuweisen. Kurzfristig hilft auch ein innen liegender Sonnenschutz, der die Strahlen ausreichend reflektiert und dadurch für eine Wärmereduktion um bis zu 70 % sorgen kann. Hierfür kann man spezifische Sichtschutzblenden, Vorhänge oder Rollos verwenden. Experten raten vor allem zu silberfarbenen Jalousien, da diese dem Licht am besten widerstehen und Wärme somit gar nicht erst in die Wohnung eindringen kann. Auch selbstklebende Reflektionsfolien bieten einen wirksamen Schutz, sind im Baumarkt erhältlich und können problemlos am Fenster angebracht werden. Dazu sind sie im Vergleich zu Rollos oder Jalousien erheblich preiswerter in der Anschaffung, und der Mieter benötigt für die Anbringung nicht die Zustimmung des Vermieters.

Eine weitere Möglichkeit bieten Vorhangstoffe, die man sich für jedes Fenster aus Dekostoff anfertigen lassen kann – zum Beispiel Stoffe mit einer speziellen Verdunklungsbeschichtung, deren Sonnenschutzeffizienz besonders hoch sind. Alternativ können auch zwei Vorhänge aufgehangen werden, von denen der innere dekorativ, der äußere besondere Abdunkelungsmerkmale aufweist und lichtundurchlässig sein sollte.

Viele Firmen setzen außerdem für ihre Bürogebäude zum Schutz ihrer Mitarbeiter Sonnenschutzglas ein. Inzwischen ist diese Variante auch für Hauseigentümer immer populärer, wenn sie allerdings eine nicht ganz preiswerte Art der Hitzevorbeugung darstellt. 50 bis 80 % der Wärmeenergie wird auf die Weise absorbiert, dafür gelangen allerdings auch nur 50 bis 70 % des Sonnenlichts in die Zimmer. Auf diese Weise kann es in den vier Wänden an weniger sonnigen Tagen – und vor allem im Winter – schon mal recht dunkel werden.

Wenig Aufwand und absolut keine Kosten versprechen dagegen unsere anderen beiden Tipps:

Ausreichende Lüftung
An heißen Tagen sollte das längere Öffnen von Fenster und Türen vermieden werden – schließlich wird so dafür gesorgt, dass noch mehr Wärme in die Wohnung gelangt. Diese wird dann in den Wänden dauerhaft gespeichert. Stattdessen sollte besser ausschließlich spät abends, nachts oder früh morgens gelüftet werden, wenn die Temperatur draußen niedrigere Werte erreicht hat.

Wärmequellen vermeiden
Elektrogeräte wie Plasma-Fernseher und PCs sowie Lampen verbrauchen nicht nur viel Strom, sondern erzeugen auch Wärme – will man also möglichst wenig Wärme ins Haus hineinlassen, sollte auch möglichst wenig im Haus produziert werden. Deshalb ist es ratsam, technische Geräte nur dann zu benutzen, wenn man sie wirklich braucht und ansonsten auf die Standby-Funktion zu verzichten: Das spart zusätzlich Energiekosten.

Fazit
Es bedarf nicht viel, um nicht auf stromfressende Klimageräte und Ventilatoren zurückgreifen zu müssen. Mit speziell verdunklungsbeschichteten Vorhängen, silberfarbenen Jalousien oder Reflektionsfolien lässt sich mit ganz wenigen Handgriffen die Wohnung vor einer unerträglichen Überhitzung schützen. Ergänzend dazu müssen sonst nur ganz einfache Ratschläge befolgt werden: ausschließlich nachts lüften und in der Wohnung bzw. im Haus keine unnötige Wärme herstellen. Gegebenenfalls helfen auch Wasserschüsseln und angefeuchtete Vorhänge, um den Aufenthalt zuhause erträglicher zu gestalten.

Bildquellenachweis: © Verena N. / PIXELIO