Wohnliche Küche mit Laminatboden, Laminat verklebenLaminat wird zunehmend nicht nur in Wohn- oder Schlafzimmer, sondern auch in der Küche eingesetzt. Er ist leicht zu verlegen, sehr widerstandsfähig, gut zu reinigen und vermittelt den Charme eines wohnlichen Holzbodens. Allerdings solltest Du beim Kauf und Verlegen von Laminatboden in der Küche einiges beachtet.

Dazu benötigst Du:
• Laminatboden für Feuchträume
• Holzkleber (wasserfest)
• Trittschalldämmung
• Hammer, Zugeisen
• Abstandskeil, Abstandshalter, Spannverlegehilfen
• Fuchsschwanz oder Stichsäge
• Zollstock, Bleistift, Küchenpapier

1. Einkauf
In der Küche können schnell Flüssigkeiten aller Art verschüttet werden, die meist auf dem Boden landen. Normales Laminat quillt beim Kontakt mit der Feuchtigkeit auf und wird schnell unansehnlich. Deshalb sollte Laminat in der Küche eine wasserabweisende Oberfläche haben. Zudem eignet sich das beliebte Klick-Laminat hier weniger. Selbst wenn es perfekt verlegt wurde, bleiben schmale Stöße an den Seiten, durch die Flüssigkeit eindringen kann. Deshalb ist es sinnvoller Laminat zu wählen, was beim Verlegen verklebt wird. Der Kleber verbindet nicht nur die einzelnen Platten, er versiegelt auch die schmale Lücke zwischen ihnen und erschwert dadurch das Eindringen von Flüssigkeit.

2. Die Vorbereitungen
Laminat kann auf fast jedem Untergrund, auch kurzfloorigem Teppich- und PVC Böden verlegt werden. Wichtig ist, dass die untere Fläche möglichst gerade ist, weil nur kleine Unebenheiten mit der Trittschalldämmung ausgeglichen werden können. Die Dämmung kommt unter das Laminat und wird nicht auf einmal verlegt. Sie sollte immer nur in einer Breite verlegt werden, sodass 3-4 Reihen Laminat darauf Platz haben. Erst dann kann die nächste Bahn ausgelegt werden.

3. Laminat verlegen
Wenn Dir später die einzelnen Verbindungen der Laminatbretter nicht gleich ins Auge springen sollen, werden sie mit dem Licht verlegt, so dass die Kopfenden der Bretter zum Fenster zeigen. An den Raumseiten solltest Du einen 1cm breiten Rand lassen. Du kannst dafür Abstandskeile verwenden, die zwischen Wand und Laminat gesteckt werden. Für die erste Reihe werden die Bretter zunächst nebeneinander hingelegt und am Schluss der Bahn auf Maß zugeschnitten. Erst nach dem Sägen werden sie über Nut und Feder verleimt und miteinander verbunden. Das Reststück wird als Anfangsstück der nachfolgenden Reihe verwendet. Damit erreichst Du, dass die einzelnen Bahnen versetzt angebracht werden. Nachdem die ersten beiden Reihen liegen, werden sie mit Hilfe der Spannverlegehilfen zusammengepresst. Im Idealfall ist die Verbindung nicht oder nur noch sehr schwer zu erkennen. Wie das Spannwerkzeug angesetzt wird, kannst Du aus der Anleitung entnehmen, die dem Hilfsmittel beiliegt. Austretender Holzleim wird mit etwas Küchenpapier direkt auf der Verbindung verwischt und aufgenommen. Nach einer Trockenzeit von 15-20 Minuten kann mit der nächsten Reihe begonnen und im Anschluss mit der Ersten verspannt werden. Um die Bretter der letzten Bahn in die Nut der vorletzten Reihe einzuschieben ist eine Zuhilfenahme des Zugeisens sinnvoll.
Am Schluss lässt Du den Boden für mehrere Stunden, besser einen Tag lang, gespannt liegen und betrittst ihn in der Zeit auch nicht.

Tipps & Tricks:
• Arbeite so genau und präzise wie es Dir möglich ist. Nur ein perfekt verlegter Laminatboden hält Feuchtigkeit stand.
• Prüfe vor dem Kleben aufmerksam Nut und Feder der einzelnen Bretter und verwende nur unbeschädigtes Material.
• Achte beim Spannen des Bodens darauf, dass sich die Verbindung optimal schließt.
• Die 1cm breite Lücke an den Wänden ist wichtig, denn das Material kann sich ausdehnen. Du kannst den Spalt mit Zierleisten kaschieren.

Fazit:
Wer sich Laminat in die Küche legen möchte, sollte sich für die aufwendigere Verlegtechnik entscheiden und die Verbindungen verkleben und spannen. Das verhindert späteres Eindringen von Feuchtigkeit. Laminatboden in der Küche sorgt insbesondere in den Wohnküchen für ein gemütliches Ambiente im Raum.

Bildquellenachweis: © Rainer Sturm / PIXELIO