Fische im Gartenteich - Welche Arten sich eignen sich - Ratgeber GartenteichEin Gartenteich mit schönen Fischen darin ist für jeden Garten eine Zierde. Doch bei der Auswahl der Fische gibt es einiges zu beachten, damit sich alle Fische wohlfühlen und sich Dein Teich zu einem lebendigen Biotop entwickeln kann.

Welche Fischarten?
Die momentan beliebteste Fischart für den Gartenteich ist wohl der Koi-Karpfen, ein Zierfisch, der sehr widerstandsfähig ist. Es gibt ihn in den verschiedensten Farben und Zuchtformen. Sie sind allerdings auch sehr teuer. Ausgewachsene Prachtexemplare kosten leicht mehrere tausend Euro. Pro Koi solltest Du mit 1000 Litern Wasser planen.
Ähnlich beliebt und ein wahrer Klassiker ist der Goldfisch. Sie tummeln sich in fast allen Gartenteichen und können bis zu 30cm lang werden. Da sie verhältnismäßig viel schwimmen, rechnet man mit gut 100 Litern Wasser für drei Goldfische. Die Tiefe sollte mindestens 1,50m betragen. Am wohlsten fühlt sich der Goldfisch bei 18-24° Wassertemperatur.
Weit verbreitet ist auch der Bitterling. Er ist weitgehend anspruchslos und im Gegensatz zu Koi und Goldfisch kein Allesfresser, sondern ernährt sich von Pflanzenresten oder Trockenfutter. Er wird bis zu 10cm groß. Eine Besonderheit: Der Bitterling legt seine Eier in Muscheln.
Bei der Elritze handelt es sich gleichfalls um einen geeigneten, 10cm großen Teichbewohner, der allerdings leicht bewegtes Wasser bevorzugt. Seine bevorzugte Nahrung sind Insekten.
Am besten lässt Du Dich im Fachhandel beraten, welche Arten zu Deinem persönlichen Teich passen.

Sinnvoll kombinieren
Die allermeisten Teiche werden von mehreren Fischarten bevölkert. Vielfalt ist auch eine schöne Sache, allerdings solltest Du unbedingt darauf achten, dass die Fische ähnliche Bedingungen benötigen und diese dann auch vorfinden. Dabei geht es vor allem um die Wassertemperatur. Kois und Goldfische mögen es mit gut 20° recht warm, während andere Fische wie die Forelle kaltes Wasser bevorzugen. Außerdem bewegen sich manche Fische in größeren Gruppen, andere sind Einzelgänger und müssen sich eine Ruhezone suchen können. Einige Arten sind auch Raubfische. Sie können zwar dabei helfen, die Population in Grenzen zu halten, im negativen Fall aber andere Arten im Teich ausrotten.

Vor dem aussetzen
Fische sollten nicht in einen ganz frisch angelegten Gartenteich ausgesetzt werden. Sie benötigen eine funktionierende Teichflora, die sich 10 Wochen nach der Pflanzung ausgebildet hat. Die Pflanzen müssen in der Lage sein, die Ausscheidungen der Tiere umzuwandeln, damit das Gewässer nicht umkippt. Es ist ebenfalls nicht empfehlenswert, viele Fische auf einmal in den Teich zu geben. Lieber in kleinen Abständen einige wenige Fische hinzufügen. Natürlich muss die Anzahl und Größe der Fische immer im Verhältnis zur Breite und Tiefe des Teichs stehen.

Fazit
Ein Gartenteich wird erst mit Fischen so richtig lebendig. Die häufigsten Arten sind Goldfische und Koi-Karpfen. Wenn Du mehrere Arten kombinieren möchtest, achte darauf, dass sie ähnliche Bedürfnisse haben. Dein Teich sollte immer eine ausreichende Größe und einen hohen Sauerstoffgehalt haben.

Bildquellenachweis: © Klaas Hartz / PIXELIO