Dekoration, Stuckverzierungen an Wand und DeckenBesonders in Altbauwohnungen mit hohen Decken sind Stuckverzierungen zu finden. Sie wurden von Stuckateuren aus Gips gegossen und an Wand und Decken angebracht. Einige dieser Arbeiten sind mit den Jahren kaputt gegangen und wurden dann komplett aus dem Raum entfernt. Mittlerweile gibt es Stuck in Form von Rosetten und Leisten aus Kunststoff, die nachträglich angebracht und in Altbauwohnungen oder auch in modernen Räumen zur Dekoration eingesetzt werden können.

Dazu benötigst Du:
• Stuckleisten aus Styropor
• Universalkleber
• Gehrungslade und Handsäge
• Zollstock und Schlagschnur
• Schwamm, Schleifpapier, Spachtel

1. Untergrund vorbereiten
Der Untergrund muss von alten Farb- und Tapetenresten vollständig befreit und Unebenheiten verspachtelt werden. Er sollte sauber und tragfähig sein. Mit etwas Schleifpapier wird die Oberfläche leicht angeraut, um ein optimales Klebergebnis zu erhalten. Dann wird mit dem Zollstock an mindestens zwei Stellen pro Wand die Schenkelhöhe angezeichnet und mit einer Schlagschnur eine senkrechte Linie gezogen, an der später die Leisten angesetzt werden.

2. Stuckleisten auf Maß sägen
Nun kannst Du die Leisten auf die passende Länge sägen. Die Schnittstellen werden mit einem Stift angezeichnet und auf Gehrung gesägt. Das ist wichtig, damit die Verbindungen der einzelnen Stuckprofile hinterher nicht mehr zu sehen sind. Für das Sägen auf Gehrung empfiehlt sich eine Gehrungslade. Achte beim Aussägen auf ein fortlaufendes Dekor und stelle sicher, dass es an den Verbindungsstellen nicht unterbrochen wird. Leisten für die Zimmerecken schneidest Du in einem 45 Grad Winkel zu. Es empfiehlt sich, die einzelnen Verbindungen der Stuckprofile vor dem Kleben noch einmal zu überprüfen. Sie sollten fast nahtlos ineinander übergehen und frei von Schmutz und Sägespänen sein.

3. Stuckleisten an die Wände anbringen
Der Kleber kann mit einer Kartuschenpistole oder mit einem Spachtel in einer dünnen Schicht auf die Klebefläche an der Rückseite aufgetragen werden. Danach wird das Stuckprofil an die vorgesehene Stelle der Wand ausgerichtet und angedrückt. Dabei sollte schnell und zügig vorgegangen werden. Kleine Fugen können mit dem Spezialkleber aufgefüllt werden. Überschüssige Mengen kannst Du mit einem Spachtel entfernen und anschließend sofort mit einem feuchten Schwamm abwaschen.

4. Eine Rosette montieren
Eine Rosette wird an der Decke angebracht und verziert den Anschluss der Deckenleuchte. Dazu wird zunächst eine passende Öffnung für das Kabel herausgeschnitten. Du kannst dafür auch die Bohrmaschine benutzen. Bei großen Rosetten empfiehlt sich neben der Verwendung von Spezialkleber auch der Einsatz von Heißkleber, um eine bessere Deckenhaftung zu erhalten. Der Kleber wird auf die Klebefläche der Rückseite aufgetragen, die Rosette dann umgehend auf die richtige Deckenposition ausgerichtet und angedrückt. Die umlaufende Fuge kannst Du mit etwas Kleber auffüllen.

5. Stuckverzierungen überstreichen
Für die richtige Trocknungszeit  solltest Du die Hinweise auf der Verpackung des Klebers lesen. Wenn die verstrichen ist, kannst Du den Stuck mit Farbe und Pinsel überstreichen.

Tipp: Weißer Stuck auf weißer Decke gibt eine sehr elegante Note. Sehr kreative und auffallende Ergebnisse erzielst Du mit einer Stuckfarbe, die sich vom Rest der Decke abhebt. Einzelne Stilelemente können auch mit Farben gestrichen werden, die Gold- oder Silbereffekte ermöglichen.

Fazit:
Dekoration in Form von Stuckverzierungen an Wänden und Decken eignet sich nicht nur in Altbauwohnungen, sondern verschönert auch moderne Räume. Der Handel hält dafür viele verschiedene Profile bereit. Ein Raum mit Stuck bekommt einen einzigartigen Charme und eine besondere Note.

Bildquellenachweis: © Kurt Michel / PIXELIO