Das sogenannte Schleifen bezeichnet die Oberflächenbearbeitung von Holz, seltener auch von Lack Metallen oder Natursteinen mittels Schleifpapier, das oftmals auch als Schmirgel- oder Sandpapier bezeichnet wird. Es besteht heute aus synthetischen Schleifmitteln wie Aluminiumoxid. Wir beschäftigen uns mit dem manuellen Schleifen von Hand, beziehungsweise mit einen Handschleifer. Es gibt auch maschinelle Schleifmaschinen, die allerdings in der Regel Schleifleinen benutzen.

Der Einsatzbereich
Schleifpapier kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Oberflächen geglättet oder Holzkanten abgerundet werden sollen. Manches Schleifpapier eignet sich auch für einen größeren Materialabtrag. Die Materialien erhalten so ihre endgültige Form und Feinheit. Dazu wird das Papier unter einen Holz- oder Korkklotz oder etwas vergleichbares gelegt und dann von Hand über die zu bearbeitende Oberfläche geführt. Je mehr Druck bei der Ausführung auf das Papier ausgeübt wird, desto höher der Materialabrieb.

Die Körnung
Das wichtigste Unterscheidungsmerkmal bei Schleifpapier ist die Körnung. Nach ihr richtet sich, wie fein oder grob das Material werden soll. Grundsätzlich gilt: Je höher die Körnung desto feiner der Schliff. Eine Körnung zwischen 6 und 30 ist sehr grob. Sie wird verwendet um Schmutz und Farbschichten zu entfernen. Der Materialabtrag ist hierbei nicht zu unterschätzen. Mit einer mittleren Körnung zwischen 30 und 80 werden in der Regel sehr grobe Holzflächen vorgeschliffen. Der Feinschliff erfolgt mit einer Körnung zwischen 80 und 180. Wenn Du grundierte oder lackierte Flächen nass nachschleifen möchtest, benötigst Du dafür sehr feines Schleifpapier mit einer Körnung zwischen 240 und 1000. Wenn Du sehr raues Holz besitzt und dieses sehr fein schleifen möchtest, funktioniert dies am besten in zwei Schritten mit Vor- und Feinschliff. Dazu brauchst Du natürlich auch sehr grobkörniges und sehr feinkörniges Schleifpapier.

Tipp: Schleifpapier ist recht billig und für wenige Euro in Baumärkten und im Internet erhältlich. Die einzelnen Abschnitte setzen sich allerdings auch relativ schnell mit Holzstaub und anderem zu. Deshalb kann es Sinn machen, das Schleifpapier mit speziellen Reinigungssteinen aus Kunststoff, die Du ebenfalls für kleines Geld im Baumarkt bekommst, zu reinigen. So kannst Du es wiederverwenden und die Bearbeitungsqualität nimmt nicht ab.

Fazit
Schleifpapier ist ein sehr nützlicher Helfer zur Bearbeitung von Holz und lackierten oder grundierten Flächen. Dabei solltest Du jedoch immer auf die passende Körnung achten. Zum Reinigen kannst Du Reinigungssteine aus Kunststoff verwenden.