Wärmedämmung am Dach - Ratgeber & Tipps - Energie sparen im HausGerade in Zeiten steigender Energiepreise und des Klimawandels wird auf die Wärmedämmung des eigenen Hauses vermehrt Wert gelegt. Aber nicht nur im Winter wirst Du von einer guten Dämmung unter Deinem Dach profitieren. Auch im Sommer ist dafür gesorgt, dass Dein Haus schön kühl bleibt und die hochsommerliche Hitze abgehalten wird. Wir geben Dir einen Überblick über die Möglichkeiten der Wärmedämmung am Dach.

Zeitpunkt und Dämmart
Eine umfassende Dämmung sollte am besten in Verbindung mit anderen Arbeiten erledigt werden. Wenn Du Dein Dach neu eindecken, ausbauen oder renovieren willst, ist der Zeitpunkt für eine Dämmung sehr günstig. Es gibt verschiedene Dämmarten und eine reiche Auswahl an Dämmstoffen. Ein weit verbreitete Dämmmethode benutzt 20cm bis 30 cm dicke Matten aus Mineralwolle. Hier solltest Du nach der Bauart des Hauses und den Anforderungen an das Dachgeschoss auswählen. Dämmstoffe bekommst Du im Fachhandel, in Baumärkten oder im Internet.

Außendämmung
Bei dieser Dämmart werden die Dämmplatten von außen auf eine Verschalung über die Sparren verlegt. Das hat natürlich Vor- und Nachteile. Für die reine Energiebilanz ist diese Art von Vorteil, da die Dämmschicht nicht durchbrochen und keine Wärmebrücken geschaffen werden. Auch bei alten Häusern, bei denen das Gebälk im inneren ein gestalterisches Element ist, wird meist von außen gedämmt. Allerdings muss die Außendämmung von Fachleuten durchgeführt werden, weshalb es natürlich kostenintensiv ist und diese Variante bei Hobby-Handwerkern nicht so beliebt ist.

Innendämmung
Wenn nicht zwischen den Sparren gedämmt werden kann und die Dämmung von innen erfolgen soll, können die Dämmmatten auch unter bzw. hinter der Innenbekleidung angebracht werden. Meist werden die Dämmstoffe mittels einer Folie vor Feuchtigkeit geschützt und dann fest angebracht. Diese Dämmart ist auch von Laien durchführbar und deshalb nicht so kostenintensiv. Wenn Du das Dachgeschoss nicht nutzen kannst oder willst, bleibt der Arbeitsaufwand sehr gering. In diesem Fall kann einfach der Fußboden des Dachgeschosses isoliert werden. Seit 2009 ist die Dämmung eines nicht isolierten und ungenutzten Dachgeschosses gesetzlich verpflichtend.

Die Kosten
Die Kosten für eine Dämmung werden in Quadratmeter angegeben und variieren stark nach Art der Dämmung. Die günstigste ist die Dämmung der Geschossdecke für ungefähr 30€/m². Wird von innen gedämmt, kostet das zwischen 60€/m² und 100€/m². Bei der Außendämmung liegen die Kosten mit bis zu 130€/m² noch etwas höher.

Fazit
Bei der Wärmedämmung am Dach kann man allein durch die Wahl der Methode viel Geld sparen. Je nachdem wie Dein Haus gebaut ist und ob Du das Obergeschoss nutzen möchtest. Die Innendämmung lässt sich auch von Laien erledigen, so dass Du keinen Dachdecker zu Rate ziehen musst.

Bildquellenachweis: © Rainer Sturm / PIXELIO