Sicherheit im Bad – Elektroinstallation im Nassraum - Ratgeber & TippsIn Deutschland gibt es für jedes Haus allgemeine Richtlinien für die Elektroinstallation. Diese sollen gewährleisten, dass Wasser und Strom sich nicht verbinden können, alle Leitungen berechenbar verlegt sind und die Hausbewohner oder der Elektriker wissen, wo sie Bohrungen gefahrlos vornehmen können. Die Sicherheitsvorkehrungen in Bädern sind dabei jedoch wesentlich spezifischer und umfangreicher als in Wohnräumen, denn das Zusammenspiel von Elektrizität und Wasser ist bekanntermaßen dringend zu vermeiden. In Wohnräumen gilt, dass Leitungen nur waagerecht und senkrecht und in bestimmten Bereichen verlegt werden dürfen. Richtungsänderungen sind ausschließlich im 90° Winkel erlaubt. In Bädern sehen diese Sicherheitsvorkehrungen deutlich anders aus. Wir klären Dich auf, mit welchen Leitungen Du an welcher Stelle Deines Bades rechnen musst.

Das Badezimmer wird in verschiedene Sicherheitszonen eingeteilt. Die Bereiche 0-3 stehen für jeweils unterschiedliche Sicherheitsstufen. Die Stufe 0 ist die höchste Sicherheitsstufe und umfasst die Badewanne und/oder die Dusche. In diesen Bereichen dürfen keine handelsüblichen Installationen vorhanden sein. Allenfalls speziell für diese heikle Zone hergestellte Geräte dürfen montiert werden. Sie benötigen wenig Strom und sind besonders gut gesichert. Der Bereich 1 umfasst die Badewanne und Dusche umschließenden Flächen bis zu einer Höhe von 225cm. Die einzigen darin erlaubten Geräte sind geprüfte Wassererwärmer und fest montierte Abluftgeräte. Zone 2 umschließt den Bereich 1 in alle Richtungen um eine Breite von 60 cm. Hier gelten geringere Auflagen. Ventilatoren und Lampen der Schutzklasse IP X4 sind zugelassen. Schalter sind nur in Ausnahmefällen erlaubt. Außerhalb liegt der Bereich 3, in dem es keine besonderen Einschränkungen mehr gibt. Die gängigen Elektroinstallationen können ausgeführt werden, nur bei Steckdosen muss ein Sicherheitsschalter (FI-Schalter) angebracht werden, der dafür sorgt, dass der Strom innerhalb von Sekundenbruchteilen abgestellt wird, wenn gefährliche Schäden auftreten.
Leitungen dürfen in den Bereichen 0-2 nicht gelegt werden. In Zone 3 sind sie nur verdeckt erlaubt. Natürlich gilt im Bad wie in Wohnräumen auch, dass Leitungen nur senk- bzw. waagerecht verlegt werden dürfen und bei Richtungsänderungen einen 90° Winkel beachten müssen.

Fazit
Die Sicherheitsrichtlinien für Elektroinstallationen im Bad unterscheiden sich deutlich von denen in Wohnräumen. Es gibt 4 verschiedene Zonen, die unterschiedliche Sicherheitsstandards aufweisen. Je weiter Du Dich von Badewanne und Dusche entfernst, desto geringer werden die Vorschriften. In jedem Fall solltest Du auf FI-Schalter in Steckdosen achten, die Dich vor tödlichen Stromschlägen schützen.

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